Was Musiker alles wissen sollten
20.09.2009 | 17:28 Uhr 2009-09-20T17:28:00+0200
Scharnhorst. „Wer im Musikbereich tätig ist, sollte sich nicht davon versprechen, damit reich zu werden. Der muss es aus Spaß an der Sache machen.”
In der Jugendfreizeitstätte „Das Zentrum” in Scharnhorst ging es nicht um das todsichere Erfolgskonzept oder Hit-Formeln. In dem durch den Landesmusikrat NRW geförderten und so für die Teilnehmer kostenfreien workshop „Musikerwissen” informieren James Hildenhagen und Swen Heiland, selbst Mitglieder der Dortmunder Band King's Tonic, über die Berufsfelder im Musikgeschäft, deren Aufgaben bei Musikerbetreuung und Musikvertrieb sowie branchenübliche Vertragsgestaltungen.
Sascha und Stefan von der Band „Die undisziplinierten Engel” zeigt das Möglichkeiten auf, mit ihrer Band etwas besser ins Geschäft zu kommen. „Kurz gefasst: Vereinbart Probezeiten mit Managern, Bookern und Promotern. Überlegt Euch bei langfristigen Verträgen gut, ob die Gegenleistung stimmt und investiert bei Exklusiv-Verträgen in die Prüfung durch einen Fachanwalt”, gibt Swen ihnen auf diesen Weg.
Komplizierte Verteilerschlüssel
Dann dröselt James die komplizierten Verteilerschlüssel der GEMA anhand von Praxisbeispielen auf: „Wenn ihr weniger als 22 Konzerte im Jahr verteilt in ganz Deutschlands spielt, muss beim Airplay schon was zusammen kommen, damit sich der Eintritt lohnt.”
Was man als Veranstalter zur GEMA beachten muss, interessiert Tobi und Martin vom kleinen Bergkamener Label Horror Business Records, das auch Konzerte ausrichten: „Aber auch die Informationen über GVL und Labelcode waren wichtig, den werden wir jetzt beantragen.”
Nach dreieinhalb Stunden voller Denkanstöße war dann noch Zeit für konkrete Fragen aus dem Musikalltag der Teilnehmer. Bis ins letzte Detail ausgearbeitet bieten Swen und James das Thema im Wintersemester als Kurs „Wege ins Musikgeschäft" mit 150 SWS für den Optionalbereich des Bachelor-Studiengangs der Ruhr-Uni Bochum an.
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