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Vielschichtige Hilfe für Kinder und Jugendliche

22.01.2013 | 06:00 Uhr
Vielschichtige Hilfe für Kinder und Jugendliche
Brackels Beratungs-Team vor dem „Wunschbaum“: Dagmar Tuschy, Ines Stölting, Judith Struve, Barbara Gensert und Barbara Wengrzik.Foto: Michael Printz

Brackel.   Leistungsdruck, Trennungsschmerz, Mobbing: Die Ursachen für seelische Probleme von Kindern und Jugendlichen sind heutzutage vielfältig. Die psychologische Beratungsstelle Brackel hat Angebote für Eltern und junge Erwachsene.

Leistungsdruck, Trennungsschmerz, Mobbing: Die Ursachen für seelische Probleme von Kindern und Jugendlichen sind heutzutage vielfältig. Auf der Suche nach einer Lösung wenden sich Eltern und junge Erwachsene vermehrt an psychologische Beratungsdienste. So findet der eine oder andere aus Wickede, Asseln, Brackel, Neuasseln und Wambel seinen Weg zur Beratungsstelle Brackel am Asselner Hellweg 103.

Hier erhalten Betroffene Rat, wenn es zum Beispiel um Entwicklungsauffälligkeiten ihres Kindes, Erziehungsfragen oder Schul- und Leistungsprobleme geht. In vertraulichen Gesprächen entwickelt das fünfköpfige Team ganzheitliche Hilfestellungen aus Diagnostik, Beratung sowie Therapie und gibt Tipps für ein stressfreies Familienleben.

Konsens und Empfehlungen

„Unser Ziel ist es, Wege zu finden, die allen Beteiligten guttun“, sagt Ines Stölting, Teamleiterin und Psychotherapeutin.

Viele Familien kommen auf Empfehlung von Kinderärzten, Sozialarbeitern oder Lehrern zur Beratungsstelle. Im Durchschnitt gehen hier zehn bis 15 Anmeldungen pro Woche ein. Der Zulauf ist saisonabhängig – nach Elternsprechtagen oder der Zeugnisvergabe läuft das Telefon heiß. „Gerade junge Eltern sind unsicher, was das Verhalten ihrer Kinder betrifft“, meint Barbara Wengrzik, Sozialarbeiterin und Kunsttherapeutin. Das Team ist u.a. Ansprechpartner bei Lern- und Leistungsschwächen, Verhaltensproblemen, ADHS und Trennungskonflikten.

„Momentan arbeiten wir vermehrt mit Grundschülern“, sagt Ines Stölting. Und weiter: „Eltern machen sich viel mehr Sorgen.“

Soziales Umfeld beachten

In Beratungsgesprächen werden Erwartungen und Zielperspektiven diskutiert. Dabei ist Stölting für die psychologische Diagnostik zuständig. In Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen setzt die Psychotherapeutin auf die Beobachtung des Kindes in seinem sozialen Umfeld. Bei Verhaltensauffälligkeiten werden Therapiemöglichkeiten erarbeitet.

Die Methode ist eine ganzheitliche Förderung. So werden beispielsweise Schüler mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten über verschiedene Elemente oder Bewegungseinheiten an das Schreiben herangeführt. „Wir arbeiten hier mit Kindern, die sich durch Lernschwächen nichts mehr zutrauen“, erklärt Ines Stölting.

Kunsttherapie

Eine andere Möglichkeit ist die Kunsttherapie. „Durch die Malerei können Kinder ihre Gefühle ausdrücken“, schildert Barbara Wengrzik.

In jedem Fall gilt: Der Bedarf bestimmt das Angebot. Das Team ist flexibel. Von Zeit zu Zeit entstehen Themengruppen, die beispielsweise durch Theaterspielen Unsicherheiten abbauen, sich gezielt mit Trennungskonflikten beschäftigen oder Entspannungstechniken üben. Wer ein persönliches Anliegen hat, kann seine Wünsche auf ein Kärtchen schreiben und an den sogenannten Wunschbaum hängen. „Wir versuchen, die Wünsche der Familien zu erfüllen“, sagt Ines Stölting.

Von Hannah Biermann



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