Das aktuelle Wetter Dortmund 17°C
In Eving

Viele Herzen für Eving

29.05.2012 | 16:45 Uhr
Viele Herzen für Eving
Der Verein „ Herzkissen“ ist jetzt auch in Eving vertreten - in den Räumen der Johanniter-Unfallhilfe am Holtkottenweg 1. Foto: Helmut Matzanke

Eving. Es besteht kein Zweifel daran, dass die Dortmunder Aktion „Herzkissen“ von Erfolg gekrönt ist. Und so kann der Verein „Dortmunder Herzkissen“ unter der Leitung seiner Sprecherin Claudia Herrmann-Fürst mit der Einrichtung eines neuen Stützpunktes in den Räumen der Johanniter-Unfallhilfe am Holtkottenweg 1 in Eving auf einen weiteren Meilenstein setzen.

Vor zweieinhalb Jahren wurde der Verein von aktiven Frauen ins Leben gerufen. Inzwischen hat sich im Dortmunder Stadtgebiet ein großer Kreis ehrenamtlicher Helferinnen gebildet, der mit dem Nähen von Kissen in Herzform zahlreichen an Brustkrebs erkrankten Patientinnen helfen und ihren Beitrag zur Milderung von Schmerzen bis hin zur Heilung leisten möchten. In der Evinger Johanniter-Einrichtung, in der unter der Leitung von Gabriele Backhaus auch viele Jugendliche betreut werden, wurde die Idee geboren, auch jungen Leuten den Umgang mit Nähnadel, Zwirn und bunten Stoffen näher zu bringen.

Die jungen Besucher sind hellauf begeistert von dieser Idee, nähen die aus zwei gleichen Teilen bestehenden Stoff-Herzformen zusammen und stopfen sie anschließend mit Synthetik-Füllmaterial, das die Hammer Firma Advansa kostenlos zur Verfügung stellt. Die Johanniter-Unfallhilfe ist sich ihrer sozialen Verantwortung nicht nur im Jugendbereich bewusst, so dass sich auch eine Kooperation mit dem Verein „Dortmunder Herzkissen“ schnell entwickeln konnte.

Angefangen hatte alles Ende 2010 beim Dortmunder Stammtisch der Hobby-Schneiderinnen. Hier griff man die Idee, die von der dänischen Krankenschwester Eriis Jensen aus den USA nach Europa mitgebracht wurde, auf. Ein Herzkissen ist nicht nur schön, es hat auch einen therapeutischen Nutzen. Nach einer Operation wird es den Patientinnen im Krankenhaus von den Schwestern überreicht. Mit seiner speziellen Form, den besonders langen Ohren, schmiegt es sich unter die Achseln der Patientinnen und nimmt dort den Druck von der oft geschwollenen und schmerzenden Operationswunde. Die Erkrankten sehen darin eine freundliche Geste, die zu Tränen rührt und das Gefühl vermittelt, mit der Krankheit nicht allein gelassen zu werden.

Zudem näht der Verein auch Kinderkissen in spielgerechten Formen, um den Mädchen und Jungen ebenfalls Trost zu schenken. Denn in der langen Therapiezeit rückt das Kind meist ein wenig in den Hintergrund. Da die Kissen kostenlos an die Krankenhäuser weitergegeben werden, freuen sich die Ehrenamtlichen selbstverständlich auf finanzielle Spenden sowie auf Stoffe und Füllwatte, die gerne entgegen genommen werden.

Helmut Matzanke


Kommentare
Aus dem Ressort
Schützenverein gibt nach 175-jähriger Geschichte auf
Mitgliederschwund
Eine Tradition stirbt: Als der Bürgerschützenverein Brackel im Jahr 1839 gegründet wurde, war der Ort noch eine beschauliche eigenständige Bauernschaft und Dortmund hatte weniger als 10.000 Einwohner. Ende dieses Jahres müssen sich die Schützen auflösen. Nach 175 Jahren gibt es keinen Nachwuchs...
Bürgerinitiative kämpft gegen Windkraftanlagen
Brechtener Niederung
Großer Widerstand gegen Ökostrom: Die "Bürgerinitiative zum Erhalt der Brechtener Niederung" wehrt sich gegen den geplanten Bau von Windrädern im Stadtteil. Dabei argumentiert sie mit dem Umweltschutz - und macht mit außergewöhnlichen Mitteln auf sich aufmerksam.
Fahrerin trifft nach Tod von Dreijährigem wohl keine Schuld
Straßenbahn-Unglück
Die Ermittlungen der Polizei zum tödlichen Stadtbahn-Unfall an der Evinger Straße sind abgeschlossen. Das Ergebnis: Die Stadtbahn-Fahrerin von DSW21 ist nicht für den Tod eines dreijährigen Jungen verantwortlich, der zwischen zwei gekoppelte Waggons gestürzt, mitgeschleift und so getötet worden war.
Toter Dreijähriger: Stadtbahn-Fahrerin trifft keine Schuld
Ermittlungen zu Unglück...
Die Ermittlungen der Polizei zum tödlichen Stadtbahn-Unfall an der Evinger Straße sind abgeschlossen. Das Ergebnis: Die Stadtbahn-Fahrerin von DSW21 ist nicht für den Tod eines dreijährigen Jungen verantwortlich, der zwischen zwei gekoppelte Waggons gestürzt, mitgeschleift und dadurch getötet worden...
Caritas schafft Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen
Neubau auf Minister Stein
Integration auf der Zeche: Mehr als 38.000 Dortmunder sind arbeitslos. Rund 3000 von ihnen sind als schwerbehindert registriert. Die Caritas baut jetzt ein neues Betriebsgebäude an der Minister-Stein-Allee in Eving, um diesen Menschen einen Arbeitsplatz zu geben.
Fotos und Videos
Jungs bleiben draußen: Das war die Sporterlebnisnacht für Mädchen
Bildgalerie
Fotostrecke
AWO-Olympiade
Bildgalerie
Fotostrecke
Evinger Frühling
Bildgalerie
Fotostrecke
3. AWO-Lauf in Asseln
Bildgalerie
Fotostrecke