Verein plant Benefiz-Turnier für Stadtbahn-Opfer

Nachdem bekannt wurde, dass der 20-Jährige an seinen Verletzungen gestorben war, legten am späten Montagnachmittag die ersten Menschen weiße Rosen am Unglücksort - der Stadtbahn-Haltestelle Knappschaftskrankenhaus in Brackel - nieder und stellten Kerzen auf.
Nachdem bekannt wurde, dass der 20-Jährige an seinen Verletzungen gestorben war, legten am späten Montagnachmittag die ersten Menschen weiße Rosen am Unglücksort - der Stadtbahn-Haltestelle Knappschaftskrankenhaus in Brackel - nieder und stellten Kerzen auf.
Foto: Oliver Schaper
Was wir bereits wissen
Für die Familie des 20-jährigen Dortmunders, der an den Folgen eines Stadtbahnunfalls verstorben ist, plant ein Fußballverein ein Benefizspiel.

Dortmund.. Er geriet am Pfingstsonntag zwischen zwei Waggons einer Stadtbahn, wurde kilometerweit mitgeschleift und starb Tage später an seinen schrecklichen Verletzungen - der Tod eines 20-jährigen Dortmunders bewegt nach wie vor die Menschen. Jetzt hat der SV Wambel eine besondere Aktion zur Unterstützung der Angehörigen geplant.

Der 20-Jährige war, so berichtete am Montag René Kusch vom SV Wambel auf Anfrage, ein begeisterter Fußballer. Er habe bei Brackel 06 gespielt und zuletzt in der ersten Mannschaft des SV Wambel. Jetzt hätten seine Angehörigen nicht nur den Schmerz über den Verlust des Sohnes und Bruders zu verkraften, sondern durch die Bestattung und sonstige Ausgaben erhebliche finanzielle Belastungen zu tragen.

Aus diesem Grund habe man sich dazu entschlossen, ein Benefizturnier zu organisieren. Das soll, so berichtete Kusch, am 19. Juni (Freitag) ab 17 Uhr auf der Sportanlage des SV Wambel an der Sendstraße ausgetragen werden.

Mannschaften können sich per Mail melden

Alle Einnahmen werden, so kündigte Kusch an, auf ein eigens eingerichtetes Spendenkonto überwiesen. Vereine und Mannschaften, die an dem Turnier teilnehmen möchten, bittet Kusch, sich bei ihm per Mail zu melden. Zudem würde er sich über möglichst viele Zuschauer freuen, damit eine möglichst große Summe zusammenkommt.

Kontakt: benefiz@rene-kusch.de

Mann war über drei Kilometer unter der Bahn

Die Ermittlungen zum schrecklichen Unfall in der Nacht zu Pfingstsonntag laufen nach wie vor. Es gibt noch keine neuen Erkenntnisse zur Unfall. Ersten Ermittlungsergebnissen zufolge hatte der junge Mann versucht, die Bahn noch zu erreichen und war gestolpert und zwischen die beiden Wagen gefallen, als die Stadtbahn der Linie U43 gerade anfuhr.

Erst über drei Kilometer und fast sieben Bahnstationen später wurde er bemerkt. Die Feuerwehr befreite den 20-Jährigen. Er verlor in Folge des Unglücks beide Beine und einen Arm. Er starb später im Krankenhaus an seinen schrecklichen Verletzungen.