Trinkende Jugendliche (k)ein Problem?
26.10.2011 | 13:18 Uhr 2011-10-26T13:18:00+0200
Asseln.Das Thema „Jugendliche und Alkohol“ war erneut Anlass zu einer Diskussionsrunde, zu der der SPD-Ortsverein Asseln/Neuasseln eingeladen hatte. Die Polizei sieht allerdings keinen Schwerpunkt in Asseln.
Kampagne „Blau ist blöd“ im Mittelpunkt
Im Mittelpunkt der Runde stand die Kampagne „Blau sein ist blöd“ des Dortmunder Jugendamtes. Dazu hatte der Parteivorstand Rosi Borggräfe vom Fachreferat Suchtprävention und Sexualpädagogik sowie Jörg Bitter, Fachreferent für Kinder- und Jugendarbeit im Stadtbezirk Brackel (beide Jugendamt), als Gesprächspartner geladen. Außerdem kamen noch Burkhard Bürger (Polizeihauptkommissar in der Wache Asseln) sowie Ratsfrau Brigitte Thiel einer Einladung der Ortsvereinsvorsitzenden Elisabeth Vossebrecher nach.
Die sachkundigen Gesprächsteilnehmer wandten sich nicht nur dem Thema Alkoholmissbrauch von Jugendlichen im Bereich der Hellwegschiene im Stadtbezirk Brackel zu, sondern gingen insbesondere auf die Situation in Asseln ein. So gibt es nach Meinung einiger Gesprächsteilnehmer rund um die Evangelische Kirche Treffpunkte Jugendlichen, die öffentlich Alkohol konsumieren. Diese Gruppe werde von den Anwohnern kritisch wahrgenommen, hieß es während der SPD-Versammlung am Dienstag Abend (25. Oktober). Aber nach Worten von Polizeihauptkommissar Bürger sei in Asseln kein erhöhter Schwerpunkt festzustellen.
Mit einer Kampagne gegen Alkoholmissbrauch von Jugendlichen will das Jugendamt 2012 starten. Es ist geplant, Geschäftsleute zum Mitmachen zu bewegen. Sie sollen Plakate in ihren Geschäften zum Thema „Blau sein ist blöd“ aushängen.
Doch die auf dem Plakat gedruckten Formulierungen irritierten einige Gesprächsteilnehmer am „Runden Tisch“. Da heißt es unter anderem: „Wer 16 oder 17 Jahre alt ist, darf bei uns Bier, Wein und Sekt kaufen“.
„Was ist Alkohol?“
blieb offen
Weiter heißt es: „Schnaps, Alkopops oder Lebensmittel mit Branntwein gibt es bei uns erst ab 18 Jahren“. Da bleibt für viele Teilnehmer der Runde die Frage offen: „Was ist Alkohol“?
14:47
Es dürfte mitlerweile bekannt sein, wer welchen Alokohl zu sich nehmen darf. Viele Jugendliche trinken wissentlich den für sie verbotenen Alkohol. Warum dann wieder den Kuschelkurs? Wie wäre es mit Verhängung von Sozialstunden, abzuleisten auf entsprechenden Suchtstationen? Wie wäre es mit der Übernahme der Kosten für den benötigten RTW? Solange die Jungendlichen keine Repressalien zu fürchten haben, wird sich diesbezüglich auch nichts änern.