Teilerfolg für Vahle-Anwohner
06.02.2012 | 18:05 Uhr 2012-02-06T18:05:00+0100
Brackel.Die Anwohner der Firma Vahle in Brackel haben über den Petitionsausschuss des Landtages einen Teilerfolg für ihr Wohnumfeld erzielt.
Wie berichtet, fühlen sich Anwohner durch den Lkw-Verkehr zu Vahle durch Lärm, Abgase und Raser belästigt. Inzwischen zeichnen sich Maßnahmen für eine bessere Nachbarschaft ab.
Keine Erweiterung
Der Ausschuss des Landtages begrüßt die Feststellung des Geschäftsführers der Firma, wonach am Standort in Brackel keine Betriebserweiterungen beabsichtigt seien. Die Genehmigung (der Stadt) über die Ausweitung der Betriebszeiten wird von den Anwohnern zur Zeit gerichtlich geklärt.
Der Ausschuss hat Verständnis dafür, „dass Lärm von den Anwohnern insbesondere während der nächtlichen Ruhe als erhebliche Beeinträchtigung empfunden wird“. Der Lkw-Verkehr und das verkehrswidrige Parken von Lkw auf Gehwegen sowie die nächtlichen Störungen durch schlagende Lkw-Türen, Musik etc. durch Lkw-Fahrer sollten als Ordnungswidrigkeiten der Stadt Dortmund gemeldet werden. „Der Ausschuss erwartet, dass vom zuständigen Ordnungsamt derartigen Hinweisen umgehend nachgegangen wird.“
Der Ausschuss empfiehlt der Stadt, „dringend zu prüfen, ob ein nächtliches Fahrverbot für Schwerlastkraftfahrzeuge in der Schimmelstraße und den angrenzenden durch Wohnbebauung geprägten Straßen in der Zeit von 22 bis 6 Uhr angeordnet werden kann.“ Lkw sollten entweder an zentralen Sammelplätzen oder in Gewerbegebieten diese Zeitspanne verbringen.
Der Ausschuss erkennt aber auch das Bemühen der Firma Vahle an, Lkw-Verkehre in den Nachtzeiten zu vermeiden. So auf ihrer Internetseite und durch weitere Informationen an die Zulieferer.
Zudem seien Schwellen auf dem Firmengelände beseitigt und die Mitarbeiter zum langsamen Fahren aufgefordert worden. Lkw-Transporte seien zusammengefasst worden. Der Ausschuss lobt zu früh: „Die Firma habe zudem eine neue Teerschicht auf dem Betriebsgelände aufgebracht.“ Das ist aktuell nicht der Fall.
Der Ausschuss bietet die Stadt zu prüfen, ob Vahle alle Bestimmungen zur Betriebsgenehmigung einhält (z. B. Fenster der Produktionshalle).
Container entfernt
Der Ausschuss erwähnt, dass auf seine Anregung hin mehrere Container entfernt wurden, so dass insbesondere für Kinder die Einfahrt zur Firma übersichtlicher wurde.
Der Ausschuss hat zur Kenntnis genommen, „dass der Straßenzustand der Schimmelstraße beklagenswert ist, dass es aber leider auch andere Straßen in Dortmund gibt, bei denen der Zustand ähnlich ist.“ Immerhin: Der Belag der Schimmelstraße soll um Ostern 2012 erneuert werden. Mit Blick auf die unmittelbar anliegende Bahnhofsfläche und den öffentlichen Personennahverkehr erscheine das angezeigt. Die Stadt sollte dies auch in Hinblick auf die Gerontologie und den Kinderspielplatz tun, da sowohl Sicherheitsaspekte als auch Lärmschutz nach europäischen Richtlinien in Betracht kommen.
Der Ausschuss begrüßt, dass die Stadt Dortmund die Genehmigungsunterlagen zur Betriebszeitenerweiterung der Firma Vahle den Anwohnern zur Verfügung gestellt hatte (Transparenz).
Die Landesregierung (Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr), die den Fall vor Augen hat, will den Petitionsausschuss über den Fortgang unterrichten, heißt es im aktuellen „Beschluss“ des Petitionsausschusses weiter.
08:51
Eigentlich sehr schade wie hier die Demokratie von einigen wenigen im negativen Sinne benutzt wird.
Der Petitionsausschuss lobt die Maßnahmen der Firma.
Die Firma investiert zigtausende von Euro in eine neue Asphaltdecke ohne Aufforderung durch den Petitionsausschuss oder der Stadt Dortmund.
Und trotzdem muss sich die Firma diese einseitige und voreingenommene Berichterstattung gefallen lassen.
Vieleicht wird es Zeit das sich eine Gegeninitiative zu diesen polemischen und mit Unwahrheiten arbeitenden Herren wie Herr Auffahrt & Co. bildet um die Allgemeinheit vor deren unerträglichen Emmissionen zu schützen.