Sprachförderung für jedermann
03.02.2012 | 18:13 Uhr 2012-02-03T18:13:00+0100
Eving. Alles begann mit einem Plausch in der Stadtteilbibliothek Eving. Im Sommer 2010 kam Leiterin Edda Benthaus mit Sigrid Czyrt von der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA) ins Gespräch. Ihr Thema: Sprachbildungsangebote im Stadtbezirk.Aus dem Zwiegespräch entwickelte sich später eine größere Runde: Gemeinsam mit Heike Tekath (Familienbüro), Elvedina Okic (AWo Integrationsagentur) und Ute Kampmann (Aktionsraum Eving I + II) machten sich Edda Benthaus und Sigrid Czyrt für eine bessere Vernetzung stark.
Nun, 18 Monaten nach dem ersten Treffen, können die fünf Frauen die Früchte ihrer Arbeit präsentieren: Eine 62-seitige Broschüre mit dem Titel „Durchgängige sprachliche Bildung in Eving – Angebote für alle Altersstufen“ liegt seit heute aus (siehe Box). „Einmalig, erstmalig und umfassend“, beschreibt Heike Tekath die Broschüre. „Allerdings erheben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit.“
„Bunter Besuch“
Immerhin 25 Einrichtungen oder Angebote hat das Redaktionsteam in die Broschüre aufgenommen. Los geht’s mit den Willkommensbesuche, bei der Eltern von Neugeborenen Grundinformationen zur Sprachförderung erhalten. Einen Schwerpunkt haben die Frauen auf das Kindergartenalter gesetzt: 13 Angebote sind in der Broschüre aufgelistet.
Und bei den Schulkinder ist noch nicht Schluss: Das letzte Kapitel dreht sich um den „Bunten Besuch“. Migranten kommen dabei mit älteren Menschen ins Gespräch und können sie ihre Sprachkompetenz verbessern. „Sprachförderung kann nur gelingen, wenn sie durchgängig angelegt wird“, betont Sigrid Czyrt.
Die ausgebildete Lehrerin ist im Thema, befasst sich als Koordinatorin des Dortmunder Modells „Sprachliche Kompetenz für Schüler/innen mit Migrationshintergrund“ mit der Förderung. Dieses Projekt spielt auch in der Evinger Schullandschaft eine große Rolle: Lehramtsstudierende fördern im Bezirk aktuell 290 Schüler in 42 Gruppen – alles nachzulesen in der neuen Broschüre.
Als Knotenpunkt für die Angebote haben die fünf Frauen sich übrigens den Ort ausgesucht, an dem alles begann: die Stadtteilbibliothek: Mit einem großen Angebot an mehrsprachigen Büchern, Sach- und Fachliteratur oder dem Treff „Deutsch im Dialog“ will das Team um Edda Benthaus ihren Beitrag zur Sprachförderung leisten.
18:47
Hat irgend jemand vorher eine Marktanalyse gemacht, wieviel "Kunden" sich überhaupt für diese Sprachkurse interessieren und diese auch wirklich besuchen!?
Verschwendung von Steuergeldern um einigen unterbeschäftigten Damen für einige Zeit die Arbeitsplätze zu sichern.
11:48
Sehe ich das richtig:
62 Seiten beschreiben das Förderangebot für EVING?
Mit 25 Organisationen?
Wen dies der Fall ist:
Wer soll denn durch das Förder-Chaos durchblicken?
Wer finanziert diese Organisationen?
Wer arbeitet effizient?
Die Dortmunder Fördermentalität mit möglichst vielen Organisationen, die es irgendwie schaffen, Gelder zu bekommen, muss dringend entflechtet werden und auf Effizienz untersucht werden. Dies gilt nicht nur für Sprachförderung.