Das aktuelle Wetter Dortmund 10°C
Wahlnachlese

SPD wundert und verteidigt sich

28.08.2012 | 18:19 Uhr
SPD wundert und verteidigt sich

Im Nordosten.   Auch einige Tage nach der Wahlwiederholung in Dortmund beschäftigt das Ergebnis die Politiker. So verteidigte der SPD-Ortsverein Brechten-Holthausen das gute Ergebnis in Eving, während die SPD Wickede die Linke dort klein redet. Die Piraten erklären die niedrige Beteiligung.

An Tag zwei nach der Wahl gab es drei weitere Reaktionen auf das Wahlergebnis von Sonntag. So sieht sich die SPD Brechten-Holthausen in ihrer Arbeit bestätigt und fragt nach der CDU-Kritik: „Müssen wir uns für das hervorragende Ergebnis entschuldigen? Nein, denn den Grundstein dafür haben wir selbst gelegt.“ Der Ortsverein bzw. die SPD-Fraktion habe in den letzten zwei Jahren 45 bzw. 127 Anträge in die Bezirksvertretung Eving eingebracht und die Bürger durchgängig durch Infostände informiert. „Die Kritik der CDU Eving, wir hätten die brennenden Themen nicht angesprochen, ist an den Haaren herbeigezogen.“ Zudem lassen laut Ortsverein die Internetauftritte anderer Parteien (Grüne, Andre Buchloh) zu wünschen übrig. Das Problem der geringen Wahlbeteiligung taugt für die SPD Brechten-Holthausen nicht als Erklärung für schlechte Ergebnisse.

Die SPD in Wickede wundert sich derweil über Utz Kowalewski. Die Linke habe zwar dort ihr Ergebnis verbessert, sei aber „noch nicht mal zweistellig“ und könne sich „mit einem einzelnen Wahllokal schlecht zum eigentlichen Wahlsieger erklären!“ Angesichts der 56,24 % und dem Plus von 14,44 % von Ratskandidat Friedhelm Sohn sieht sich die SPD als klarer Wahlsieger in Wickede und fühlt sich „zum wiederholten Male in unserer Position zum Weiterbau der OW IIIa“ gestärkt.

Wahlmüdigkeit oder doch Protest?

Die Piratenpartei Eving macht sich derweil Gedanken über die geringe Teilnahme. 29,8 Prozent Wahlbeteiligung im Stadtbezirk sollte alle politischen Parteien zum „starken Nachdenken“ anregen. Die Piraten sehen statt einer Wahlmüdigkeit eine „bewusste Trotzreaktion der Bürger auf die Politik der etablierten Parteien“.

Die SPD könne nun „alleine über Eving bestimmen“, glücklicherweise nur eineinhalb Jahre, so die Piraten, die zudem eine Lanze für Wolfgang Mertens (Bürgerliste) und dessen „hervorragende Arbeit“ brechen. Die erstarkte NPD könnte vom laschen Umgang der Parteien mit den „Problemhäusern“ profitiert haben.



Kommentare
28.08.2012
20:48
SPD wundert und verteidigt sich
von xxyz | #2

Die Wahl wurde von der SPD klar gewonnen.

Wenn ich die Gründe von vielen Nichtwählern höre/lese, erstaunt es mich schon sehr, wie wenig Dortmund sich für Politik interessiert. Es ist schon sehr anstrengend 2 Felder anzukreuzen. Die Jugend hatte wohl auch kaum Interesse und die Nordstadt schon gar nicht.

Die SPD macht vieles falsch und verspielt die Zukunft. Sie ist aber aktiv und in den Medien aktiv. Das kann man von den meisten anderen Parteien nicht sagen. Die tauchen alle paar Jahre auf den Plakaten auf, und das war es dann.

Es kommt auch vor, dass ein paar lokale Größen in die stadtnahe Wirtschaft wechseln und gut bezahlte Posten ausüben. Andere Aktivitäten sind nicht erkennbar.

Ein intelligenter, bewusster Protest gegen die etablierten Parteien kann auch durch die Wahl einer Bürgerinitiative oder einer kleineren Partei ausgedrückt werden. Eine Nichtwahl ist wohl bequemer.

Bis zur nächsten Wahl haben sich die Piraten wohl selber zerlegt. Zurzeit braucht sie keine Mensch.

1 Antwort
SPD wundert und verteidigt sich
von M0squit0 | #2-1

"Die SPD macht vieles falsch und verspielt die Zukunft. Sie ist aber aktiv und in den Medien aktiv. Das kann man von den meisten anderen Parteien nicht sagen. Die tauchen alle paar Jahre auf den Plakaten auf, und das war es dann."

Das ist eine lustige Argumentation. Hauptsache aktiv, wenn auch falsch und destruktiv?

28.08.2012
19:34
SPD wundert und verteidigt sich
von Haschpapa | #1

Die Wahl ist doch e als ncohtig anzuszehen,
wenn weniger als ein Drittel mitgewählt haben.

Aber wen wundert es, wenn eine Partei, die im Landatg sitzt,
nicht gewählt werden darf!

Die Sozis sollten sich schämen und selbst abschaffen !!!

Aus dem Ressort
Gemeinnützige Organisationen können von Strafverfahren profitieren
Ungleicher Geldsegen
Richter und Staatsanwälte verteilen jedes Jahr in Dortmund nicht unerhebliche Summen an gemeinnützige Vereine und Verbände. Dabei haben die Staatsdiener ziemlich freie Hand. Ergebnis: Das Füllhorn wird über die Organisationen sehr unterschiedlich ausgeschüttet. Das Verfahren ist alles andere als...
Stadt plant neue Wohnsiedlung
Ehemaliges Bergstadion
Auf der Fläche des ehemaligen Bergstadions im Bereich Winterkampweg/Probstheidastraße möchte die Stadt unter dem Namen "Wohnsiedlung Am Eckey" 28 Wohnungen und ein Seniorenheim errichten. Die Bebauungspläne beschäftigten die Bezirksvertretung Eving.
64 Jahre alte Fußgängerin von Auto erfasst
Schwer verletzt
Bei einem Verkehrsunfall an der Rauschenbachstraße ist eine 64-jährige Dortmunderin gestern schwer verletzt worden. Sie wollte offenbar die Straße überqueren und wurde dabei von einem Auto erfasst.
Spielplatz: Diskussion über Renovierung
Hallesche Straße
Der verwahrloste Spielplatz an der Halleschen Straße ist wieder zum Diskussionsthema geworden. Eltern hatten über den schlechten Zustand des Spielplatzes geklagt. Jetzt will der Bezirksbürgermeister Innenstadt-Ost Abhilfe schaffen.
Sicherungsverwahrung für rückfälligen Vergewaltiger
Sexualstraftäter
Acht Jahre Haft plus anschließende Sicherungsverwahrung: Das Dortmunder Landgericht hat im Fall Klaus-Gerd B. hart durchgegriffen. Der 31-Jährige hatte im Oktober 2013 in Dortmund-Kirchderne eine Frau auf einem Feldweg vergewaltigt. B. befand sich zu diesem Zeitpunkt gerade erst 20 Tage in Freiheit.
Fotos und Videos
Tuner-Charity in Wickede
Bildgalerie
Fotostrecke
Das war der dritte Lännekenmarkt in Grevel
Bildgalerie
Fotostrecke
Neue Klänge im alten Schloss
Bildgalerie
Fotostrecke