Das aktuelle Wetter Dortmund 15°C
Ordnungskontrollen

SPD beklagt alte Eving-Probleme

14.08.2012 | 06:00 Uhr
SPD beklagt alte Eving-Probleme

Eving. „Holen uns die Probleme in Sachen Sicherheit in Eving wieder ein?“, fragt SPD-Politiker Hans-Jürgen Unterkötter. Er fordert mehr Kontrollen durch die Ordnungsbehörden („und zwar umgehend“), um die Lage in Problemhäusern wie Evinger Straße 279, Schillstraße/Ecke Bergstraße, Am Buchwald und in der Gaststätte „Haus Tüttelmann“ zu Gunsten der derzeit verärgerten Anwohner wieder in den Griff zu bekommen.

So würden etwa beim Peine-Gelände immer noch Probleme bestehen, obwohl die SPD Eving die Verwaltung immer wieder darauf hingewiesen habe. Und bei den Problemhäusern „müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie die Ex-Bürgermeisterin Birgit Jörder auch jüngst gefordert hat“, so Unterkötter. „Wenn wir nicht alle Wurzeln des Übels beseitigen, besteht die Gefahr, dass die Probleme wieder größer werden.“

Im Zusammenhang mit den Problemhäusern fordert Unterkötter „ein konsequentes Vorgehen der Verwaltung“, schreibt er weiter. Der Abfall in den Hinterhöfen sei zu beseitigen, die dazugehörige Rechnung müsse an die Vermieter gehen. „Hierfür liegt mit Geruchsbelästigungen, Ungeziefer etc. eine ausreichende Handhabe vor. Vielleicht können die Vermieter mit diesen Maßnahmen endlich zur Vernunft gebracht werden.“

Selbstkritisch räumt Evings SPD-Vertreter ein, dass auch er seinerzeit die Probleme (zu) lange auf die Nordstadt beschränkt sah. Dank intensiverer Sondierung und Einbindung der Bevölkerung über Bürgerversammlungen schien es aber, dass die Maßnahmen nach dem Ende des Straßenstrichs 2011 auch im weiter nördlich gelegenen Stadtbezirk zu Erfolgen führten. Dort seien in der Folgezeit nur noch vereinzelt Schwierigkeiten „auf niedrigem Niveau vorhanden“ gewesen, dank guter Zusammenarbeit der Behörden mit der Politik.

Mehr Personal von Stadt und Polizei

Da nun aber wieder altbekannte Problemfälle häufiger auftauchen, fordert Unterkötter „die Aufstockung des Personals bei der Stadt und der Polizei auf das Niveau, das nach der Schließung des Straßenstrichs bestand und das zu der Verbesserung der Verhältnisse geführt hatte.“ Seine SPD erkläre sich solidarisch mit der Nordstadt und den Anwohnern dort. Unter diesen Umständen sei die Forderung der Dortmunder Bündnis 90/Die Grünen „nach der Einrichtung eines neuen Straßenstrichs nicht zu verstehen. Anscheinend haben sie nicht verstanden, dass die noch bestehenden Probleme Folgen des Straßenstrichs sind.“

Seine abschließende Befürchtung: „Die Situation droht wieder umzukippen, wenn hier nicht was unternommen wird!“



Kommentare
14.08.2012
15:59
Vor ein paar Tagen gab es noch allgemeines Schulterklopfen
von xxyz | #1

Da ist es natürlich verwirrend, dass so kurz vor der Wahl plötzlich die Probleme auch von einem SPD-Bezirks-Politiker benannt werden. Warum nicht eher?

Merken zumindest einige der SPD, dass viele Bürger von der SPD keine Lösungen mehr erwarten.

Es ist gut, dass Herr Unterkötter die Probleme anspricht und hoffentlich auch in seiner Partei mit einer höheren Priorität versehen kann.

Ob der Wähler aber der SPD, die über Jahre die Entwicklungen verdrängt hat, eine Lösung zutraut, glaube ich nicht.

Es wäre natürlich gut, dass die Situation auf Basis von Anzeigen etc. transparent dargestellt wird.

Aus dem Ressort
Gemeinnützige Organisationen können von Strafverfahren profitieren
Ungleicher Geldsegen
Richter und Staatsanwälte verteilen jedes Jahr in Dortmund nicht unerhebliche Summen an gemeinnützige Vereine und Verbände. Dabei haben die Staatsdiener ziemlich freie Hand. Ergebnis: Das Füllhorn wird über die Organisationen sehr unterschiedlich ausgeschüttet. Das Verfahren ist alles andere als...
Stadt plant neue Wohnsiedlung
Ehemaliges Bergstadion
Auf der Fläche des ehemaligen Bergstadions im Bereich Winterkampweg/Probstheidastraße möchte die Stadt unter dem Namen "Wohnsiedlung Am Eckey" 28 Wohnungen und ein Seniorenheim errichten. Die Bebauungspläne beschäftigten die Bezirksvertretung Eving.
64 Jahre alte Fußgängerin von Auto erfasst
Schwer verletzt
Bei einem Verkehrsunfall an der Rauschenbachstraße ist eine 64-jährige Dortmunderin gestern schwer verletzt worden. Sie wollte offenbar die Straße überqueren und wurde dabei von einem Auto erfasst.
Spielplatz: Diskussion über Renovierung
Hallesche Straße
Der verwahrloste Spielplatz an der Halleschen Straße ist wieder zum Diskussionsthema geworden. Eltern hatten über den schlechten Zustand des Spielplatzes geklagt. Jetzt will der Bezirksbürgermeister Innenstadt-Ost Abhilfe schaffen.
Sicherungsverwahrung für rückfälligen Vergewaltiger
Sexualstraftäter
Acht Jahre Haft plus anschließende Sicherungsverwahrung: Das Dortmunder Landgericht hat im Fall Klaus-Gerd B. hart durchgegriffen. Der 31-Jährige hatte im Oktober 2013 in Dortmund-Kirchderne eine Frau auf einem Feldweg vergewaltigt. B. befand sich zu diesem Zeitpunkt gerade erst 20 Tage in Freiheit.
Fotos und Videos
Neue Klänge im alten Schloss
Bildgalerie
Fotostrecke
Zukunft des Körner Kreisels
Bildgalerie
Fotostrecke