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Buntes Karnevalsprogramm

Schunkeln mit den "Spaß Girls"

14.02.2010 | 16:32 Uhr

Singend und schunkelnd vergnügten sich die Närrinnen und Narren auf der Prunksitzung von "Rot-Gold" Wickede 1967.

Den Reisebus mit laufendem Motor und süddeutschem Nummernschild vor dem Immanuel-Kant-Gymnasium haben die meisten Närrinnen und Narren wohl nicht groß bemerkt. Während sie sich schon schunkelnd und singend in der Aula beim Warm-up für die große Prunksitzung der Karnevals-Gesellschaft „Rot-Gold" Wickede 1967 amüsierten, wartete der Fahrer auf die Gruppe „Negro Rhygass” aus Basel.

Die machen typische Guggemusik aus der Schweiz. „Unser Kontaktmann aus Weil am Rhein hat sie empfohlen", erklärt „Rot-Gold”-Pressesprecher Jörg Bojanowski. Und der war hoch zufrieden mit der Gruppe, die zu Beginn der Prunksitzung bereits auf dem Weg zur nächsten Veranstaltung waren.

„Rot-Gold” holte sich noch weitere närrische Unterstützung von außerhalb. So wagte Änne aus dem sauerländischen Dröpplingsen (alias Monika Badtke) den mühsamen Weg über glatte Straßen nach Asseln – und verspätete sich. Kein Problem, „Rot-Gold”-Präsident Werner Matheoschat bat einfach die vereinseigenen „Spaß-Girls” auf die Bühne. Die hatten sich diesmal als Vampire mit lila-schwarzen Kleidern und teilweise auch mit Blutkonserven aus der Klinik um den Hals zurecht gemacht und überbrückten die Programmlücke gekonnt mit einer Schunkeleinlage.

Überhaupt liefen einige Vampire durch die IKG-Aula herum. „Muss wohl so ein Trend sein”, vermutet Jörg Bojanowski, „Twilight" lässt grüßen. Auch ein Bauer war da, der nicht direkt eine Frau, sondern „junges Gemüse” suchte. Für viel Aufsehen sorgte auch eine Dame, die sich als lebendes Bierfass mit Schaumkrone auf dem Kopf verkleidete.

Änne aus Dröpplingsen schaffte es schließlich mit der Hilfe zweier starker Männer samt Rollator auf die Bühne. Äußerlich der Inbegriff des Biederen, feuerte sie zunächst einmal Richtung Himmel. „Ich weiß nicht, ob der liebe Gott sein Wasser noch halten kann", warf Änne angesichts des Schneefalls in den Saal – und erntete erste lautstarke Lacher.

„Die Mäuseriche” tanzen Ballett

Mit Gags über ihren getunten „AOK-Shopper”, dem nur noch der ferrarirote Anstrich fehle, und Kontaktanzeigen ohne Altersangaben hatte sie das Publikum schnell auf ihrer Seite. Zum Abschluss machte Änne dann noch einen Handstand. Doch dieses Kunststück schafften an diesem Abend auch andere: die Mitglieder des Männerballetts „Die Mäuseriche”.

Die machten sich zudem genüsslich und nabelfrei über klassische Filmszenen wie den berühmten Strip aus „Neuneinhalb Wochen" lustig.

Wolfgang Maas

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