Runder Tisch plant Hilfe für Flüchtlinge

Beim Runden Tisch in Sachen Flüchtlingsheim an der Morgenstraße kamen am Mittwoch über 30 Helfer zusammen, um einen Dorfplan für die Flüchtlinge zu erstellen. Dabei ging es um Sprachkurse, Sicherheit und Hilfe beim Einkauf. Wir erklären die Pläne.

Wickede.. Beim Runden Tisch diskutierten unter anderem Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka (SPD), Superintendent Paul-Gerhard Stamm, der Bezirksbeamte Gerd Guse und Wachleiter Ernst Hansen und Unterkunfts-Leiterin Kerstin Edler. Was wurde besprochen? Wir geben einen Überblick:

Das Thema Sprache:

Die Sprachengruppe um Paul-Gerhard Stamm will sich das Vorbild-Flüchtlingsheim an der Adlerstraße ansehen und danach entsprechende Kurse und Aktivitäten planen. Weiterhin will die Sportgruppe unter Hans-Walter von Oppenkowski mit den "Bewegungszwergen" Flüchtlingskindern spielerisch Grundbegriffe der deutschen Sprache vermitteln.

Das Thema Schule:

Zwei Räume für Auffangklassen sind in der nahen Bach-Grundschule reserviert. Wie viele Flüchtlinge aus welchen Ländern nach Wickede kommen, entscheidet sich kurzfristig. Mitte März soll die Einrichtung an der Morgenstraße ihren Betrieb aufnehmen.

Das Thema Sicherheit:

Alle Beteiligten wollen für interessierte Bürger und die Kinder der benachbarten Grundschulen kurzfristige Besichtigungstermine an der Morgenstraße organisieren. Sicherheit soll groß geschrieben werden - und alle Helfer müssen ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Das ist kostenlos und ohne großen Aufwand zu beantragen. Bei allen Überlegungen ist die Polizei mit ihm Boot.

Das Thema Leitung:

Die Leiterin der Flüchtlingsunterkunft an der Morgenstraße, Kerstin Edler, hat sich beim Runden Tisch erstmals vorgestellt. Die 44-jährige Diplompädagogin arbeitete vorher unter anderem für die Arbeiterwohlfahrt (AWO), leitete zehn Jahre lang die Jugendfreizeitstätte Derne und leitet zurzeit den Jugendtreff in Holzen.

Das Thema Gestaltung:

Unter anderem hat sich beim Runden Tisch eine Handwerkergruppe gebildet, die bei der Erstmöblierung der Flüchtlingsunterkunft mit anpacken will.

Das Thema Einkaufen:

In der Unterkunft sollen die Flüchtlinge für sich selbst verantwortlich sein, "sie müssen einkaufen, kochen, ihre Wäsche waschen", sagt Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka (SPD). Beim Einkauf wollen ebenfalls Helfer den Bewohnern zur Hand gehen.