Rechtsextremisten stören Bürgerinformation - ein Polizist verletzt

Rechtsextremisten haben am Mittwochabend eine öffentliche Bürgerinformation der Stadt Dortmund für eine Flüchtlingsunterkunft in Eving massiv gestört und vor der Segenskirche einen Polizisten angegriffen. Eine Blutlache auf dem Gehweg zeugt von Gewalt. Neonazis demonstrierten gegen Polizeiwillkür.

Eving.. Nach Zwischenrufen und Beleidigungen mussten Dortmunder Neonazis am Mittwochabend die evangelische Segenskirche an der Deutschen Straße in Eving verlassen. Bis zu 25 Rechtsextremisten sorgten für eine bedrohliche Atmosphäre im Gemeindesaal und schufen ein einschüchterndes Klima. Auf der Straße eskalierte die Lage.

Polizisten überwältigen den Angreifer

Als Polizisten die Personalien der Störer aufnehmen wollten, schlug einer der Täter zu. Er verletzte einen Polizisten. Kollegen überwältigten den Angreifer. Er wurde festgenommen. Eine Blutlache auf dem Gehweg zeugt von der Gewalttat. Der verletzte Polizist musste vom Rettungsdienst versorgt werden.

Neonazis mischen sich unter Gegendemonstranten

Nach dem Angriff meldeten Neonazis eine Spontankundgebung "gegen Polizeiwillkür" an. Antifaschistischen protestierten dagegen. Rechtsextremisten mischten sich unter die Gegendemonstranten. Die Polizei musste die Personen voneinander trennen. Die Lage war angespannt. Polizisten trugen Helme. Der Vorfall in Eving zeigt erneut, wie aggressiv und kämpferisch die Rechtsextremisten auftreten.

Kritische Fragen und Hilfsangebote

Während der Bürgerinformation über den Aufbau einer Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Hauptschule an der Ostenfeldstraße in Eving kam es anfangs immer wieder zu verbalen Störungen. Wie bei vorherigen Bürgerinformationen in anderen Dortmund Stadtteilen gab es kritische Fragen und Hilfsangebote. Die Stadt Dortmund schickte zwei Störer aus dem Saal.

Nach Verbot eine Partei gegründet

Am Mittwochmorgen hatte das Oberverwaltungsgericht in Münster mitgeteilt, dass eine Klage von Neoanzis gegen das 2012 ausgesprochene Verbot des "Nationalen Widerstandes Dortmund" abgewiesen wurde. NWDO-Aktivisten gründeten daraufhin die Partei "Die Rechte". Deren Mitglieder schaffen in der Öffentlichkeit immer wieder ein Klima der Angst und Einschüchterung. Sie kriminalisieren Flüchtlinge und andere Ausländer.

Wir berichten nach.