Polizei will keine Geschwindigkeitsbegrenzung

Streit um die Kreuzung am Friedrichshagen: Für die Bezirksvertretung (BV) stellt die aktuelle Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h eine Gefahr da. Deshalb hat sie eine Reduzierung auf 50 km/h vorgeschlagen - doch die Polizei spielt nicht mit. Wir erklären den Konflikt.

Lanstrop.. Auf dem Friedrichshagen dürfen bisher 70 Kilometer pro Stunde gefahren werden. Zu schnell, findet die CDU - und überzeugte die Bezirksvertretung im Dezember 2014, einen Antrag für eine Begrenzung auf 50 km/h Höchstgeschwindigkeit zu stellen.

Die Polizei hat jetzt geantwortet: Es lägen keine Auffälligkeiten vor, die das normale Maß übersteigen. Die Kreuzung werde daher als unauffällig bewertet. Nur vier relevante Unfälle seien passiert - und hier scheiden sich die Meinungen: Was die Polizei für unauffällig hält, ist für die CDU Grund, die Kreuzung als Unfallschwerpunkt einzustufen.

Polizei verharmlost

"Wir sind über die Antwort sehr verwundert," erklärt Jürgen Focke, Fraktionsvorsitzender der CDU in der BV Scharnhorst. "Nur eine Woche nach der Beratung durch die BV kam es an der besagten Stelle nämlich, am 10. Dezember 2014, wieder zu einem Unfall mit drei Schwerverletzten."

Nach Auffassung der CDU verharmlost die Polizei mit ihrer Absage an die Politik die Lage vor Ort. Allein zwischen 2007 und 2014 habe die Lokalpresse über sieben schwere Unfälle mit einem Toten und insgesamt 13 Verletzten, davon 5 Schwerverletzten, berichtet. Bei einem der Unfälle sei sogar ein Fahrzeug der Polizei am Unfallgeschehen beteiligt gewesen.

Das ist die Problemkreuzung: