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Parcours für Fitness und Sturztraining für Senioren in Kurl

15.08.2012 | 18:06 Uhr
Parcours für Fitness und Sturztraining für Senioren in Kurl

Kurl.   Stürzen will gelernt sein: Ab dem 5. September bietet das St.-Elisabeth-Krankenhaus in Kurl wieder ein Sturzpräventionsprogramm an. Außerdem kümmern sich die Mitarbeiter von „JoHo CURAvita“ noch um die Fitness der Senioren, meist aus der Geriatrie. Und vieles mehr.

In den Gebäuden des St.-Elisabeth-Krankenhauses duftet es herrlich nach frisch gebackenem Apfelkuchen. Aus einer kleinen Küche dringt aufgeregtes Geschnatter über die langen Flure, Töpfe klirren. Und das in einer geriatrischen Klinik – was ist da los?

Bei genauerem Hinsehen entdeckt man kleine Parcours auf den Gängen, Turngeräte stehen hinter Ecken und Türen. Sogar einen Fitnessraum gibt es, und auch die Küche ist alles andere als gewöhnlich. In der „JoHo CURAvita“ – ein Zentrum für Prävention, Therapie und Gesundheit, das fest in die Einrichtungen des St.-Elisabeth-Krankenhauses integriert ist – wird gebacken, geturnt und gelaufen: für eine bessere Motorik, Muskelkraft und vieles mehr.

Tägliche Abläufe trainieren

„Wir üben Handlungsabläufe des täglichen Lebens“, sagt Susanne Hogrefe, Leiterin des Bereichs Therapie in der „JoHo CURAvita“. Hauptsächlich sind es Patienten der geriatrischen Tagesklinik aus dem Nachbargebäude, die hierher kommen, um fit zu werden – für ein selbstständiges Leben in den eigenen vier Wänden. Zusammen mit Ergo- und Physiotherapeuten sowie Logopäden steht hier täglich ein ausgetüfteltes Gruppentraining auf dem Programm. Die Teamarbeit stärkt nicht nur das soziale Miteinander, sondern erzielt auch bessere Übungseffekte.

Nun aber zurück zum Apfelkuchen: Inwiefern ist Backen gut für die Gesundheit? „Es sind simple Bewegungen, die dabei aktiviert werden“, erklärt Hogrefe. Und weiter: „Äpfel schälen, Teig kneten, Töpfe spülen – das alles trainiert die Grob- und Feinmotorik, die in Alltagssituationen ständig gefordert ist“. Die Kücheneinrichtung ist den körperlichen Einschränkungen der fleißigen Damen und Herren angepasst. Der Raum ist behindertengerecht ausgestattet und kann mit Rollstühlen befahren werden – die Arbeitsplatten sind groß, Hängeschränke lassen sich maschinell öffnen und schließen. Luxus pur.

Viele Stürze erhöhen Risiko

Das Herzstück der Einrichtung ist die Sturzprävention. In Deutschland gebe es jährlich vier bis fünf Millionen unbeabsichtigter Stürze, heißt es. Ältere Menschen sind besonders gefährdet – und nach dem ersten Sturz steigt das Risiko für weitere Ausrutscher dieser Art. Ein Teufelskreis. Hogrefe weiß: Auch Stürzen will gelernt sein.

Um die Gefahr von sturzbedingten Hüftfrakturen und ähnlichem zu vermeiden, setzt die „JoHo CURAvita“ auf entsprechende Bewegungsangebote. Drei Monate lang trainieren die Patienten intensiv ihre Kraft und Balance: beim Zickzack-Lauf, Hütchenparcours und Muskeltraining. Das macht nicht nur Spaß, sondern ist auch effektiv. „Vor dem Sturzpräventionstraining messen wir den Gleichgewichtsinn und die Muskelleistung der Teilnehmer“ sagt Hogrefe. „Nach drei Monaten wiederholen wir die Tests. Am Ende haben sich die Werte meist um mehr als 80 Prozent verbessert.“ Ein starkes Ergebnis.

Von Hannah Biermann



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