Neonazis stören Info-Abend zu Flüchtlingsheim in Dortmund

"Dortmund bunt statt braun" - der Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus war in Brackel zur Stelle.
"Dortmund bunt statt braun" - der Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus war in Brackel zur Stelle.
Foto: Peter Bandermann
Was wir bereits wissen
Vor dem Aufbau einer Flüchtlingsunterkunft in Dortmund informierte die Stadt die Bürger. Neonazis störten die Veranstaltung, wurden aber übertönt.

Dortmund.. Bei einer Infoveranstaltung der Stadt Dortmund zur Einrichtung einer weiteren Unterkunft für Flüchtlinge, protestierten Rechtsextremisten mit Hass-Parolen gegen die Flüchtlingspolitik der Stadt Dortmund. Sie denunzierten Asylbewerber pauschal als Kriminelle.

Der Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus und verschiedene antifaschistische Initiativen stellten sich schützend zwischen Neonazis und dem evangelischen Gemeindehaus, in dem die Veranstaltung stattfand. Die Polizei war mit einer Hundertschaft im Einsatz und sicherte die Zugänge zum Gebäude. Während der Lautsprecherdurchsagen der Neonazis mit fremdenfeindlichen Parolen läuteten die Glocken der evangelischen Kirche. Auch Sirenentöne eines Megafons überlagerten die Reden der Rechtsextremisten. Immer wieder verstellten Stadtbahnen die Nazis, die eine "Mahnwache" angemeldet hatten.

Neonazis hatten Zugang zum Gemeindehaus

Zugang zum Saal hatten auch Neonazis. Nach ersten Informationen von Dortmunds Sozialdezernentin Zoerner über Flüchtlinge weltweit und in Dortmund konnten die Bürger Fragen stellen. Sie gaben praktische Hinweise, teilweise lehnten sie den Standort an der Morgenstraße auch ab.