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Mit dem Rad den grünen Nordosten von Dortmund erkunden

30.07.2012 | 17:18 Uhr
Mit dem Rad den grünen Nordosten von Dortmund erkunden

Dortmund-Nordost.   Wir stellen mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club gut ausgeschilderte Routen durch den grünen Nordosten von Dortmund vor. Felder, Wälder, Kanal: Auf den naturnahen Strecken gibt es neben schönen Aussichten viel zu entdecken.

Für jeden Dortmunder Stadtbezirk gibt es eine ausgeschilderte Rundtour, übrigens allesamt eingetragen in den Fahrradstadtplan Dortmund. Die Stadtteil-Zeitung stellt in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club und ADFC-Mitarbeiter Karl-Heinz Kibowski sechs Routenvorschläge für den Nord-Osten vor.

1) Stadtbezirksradtour Scharnhorst, Länge ca. 23 km, nur in eine Richtung beschildert, flach.  Diese mit „Sch“ ausgeschilderte Tour mit 14 Orientierungspunkten startet am Einkaufszentrum Gleiwitzstraße, führt an der alten Körne entlang. Nach einem ersten Radrastplatz im Feld geht es durch den Kurler Busch, vor dem Abzweig zum Haus Wenge lohnt ein Fernblick nach Lünen. Über Lünens Preußen-Bahnhof geht es zurück zum Lüserbach mit Deponie und gleichzeitigem Rastplatz. Nach der Müser-Siedlung wartet der nächste Fernblick in Richtung Dortmund-Mitte. An der Kemminghauser Straße kann man auf die Evinger Tour wechseln (siehe Routenvorschlag 2) oder beendet die Tour über den Bahnhof Kirchderne in der Siedlung Drosselweg.

1a) Es gibt noch die kleine Scharnhorst-Tour von 12 km Länge, die ebenfalls (sogar für beide Richtungen) ausgeschildert ist, und zwar auf der Tourenkarte mit kleinen Buchstaben „sch“. Auf dieser Strecke mit acht Abschnitten lernen Radler die Großsiedlung Scharnhorst kennen. Nach gleichem Beginn wie bei der Stadtbezirksradtour geht es vorbei an der Gedenktafel zum Friedhof Hofstedde. Zwischen den beiden Rastplätzen Karmscher Heide und Rückhaltebecken geht es durch Wambels Bergarbeitersiedlung, ehe es an Abstellgleisen der Bahn entlang zurück geht. „Einige Wegeabschnitte sind nicht besonders zu empfehlen, es gibt Schlaglöcher und steinige Passagen“, so Karl-Heinz Kibowski.

2) Stadtbezirksradtour Eving, Länge ca. 24 km, nur Einrichtungsbeschilderung, flach. Für Kibowski ist die es „die schönste im Dortmunder Norden, weil es durch viele Felder und zwei Waldstücke (Grävingholz und Herrentheyer Wald) geht, außerdem stehen in Holthausen Pferdekoppeln an der Strecke.“ Die 15-teilige Tour beginnt am Park-and-Ride Parkplatz Schulte-Rödding, nach der Kirdorf-Bergarbeitersiedlung wartet ein Fernblick nach Lünen/Brambauer und womöglich ein Wechsel auf die Scharnhorst-Tour. Nach zwei Rastplätzen lohnt ein Blick nach Schwerte, ehe es an zwei Kirchen (St. Johann Baptist und St. Antonius) vorbei in den Wald geht. Nach der alten Kolonie Eving ist noch ein Abstecher in Evings neue Mitte möglich.

3) Stadtbezirksradtour Brackel, Länge ca. 27 km, für beide Richtungen beschildert (grüne Richtungspfeile = rechts herum= im Uhrzeigersinn, rote Richtungspfeile für Gegenrichtung). Die erste von 14 Stationen ist der S-Bahnhalt Knappschaftskrankenhaus. Am Friedhof entlang geht es dann durch Neuasseln, vor der Kolonie Holstein lohnt ein Blick nach Derne und Lünen. Im Wickeder Holz warten vier Rastplätze, später ist vor der Hellweg-Überquerung ein Wechsel zur Nordost-Tour (siehe 4b) möglich. Nördlich des Hellwegs ist die Strecke flach, südlich gibt es mehrere Strecken mit mäßiger Steigung. Kibowski weist auf dem steilen Anstieg (in Fahrtrichtung „grün“) von der S-Bahn die Straße „Fränkischer Friedhof“ hoch bis zum neuen Pappelstadion/Flugplatz.

4) Nordost-Tour, bis zu ca. 60 km, ausgeschildert mit orangen Hinweisschilder, ohne größere Steigungen. Los geht es in der Innenstadt am Südwall, letzter der 27 Punkte ist dort der Adlerturm. Über den Wall geht es Richtung Körne und Wambel. Am Nußbaumweg/Akazienstraße kann man die Tour abkürzen (siehe 4a). Nach Scharnhorst wartet das Naturschutzgebiet „Alte Körne“, über Grevel geht es auch am Lanstroper Ei vorbei. Nach einigen Rastmöglichkeiten führt die die Strecke durch Husen und ein Waldgebiet, vorbei an zwei Kirchen. Nach der Kolonie Holstein ist es nicht mehr weit bis zum Hauptfriedhof, weiter geht’s Richtung Gartenstadt. Danach sind zwei Abstecher nach Hörde bzw. zum Ostfriedhof möglich. Durch die Kaiserstraße geht es schließlich zurück in die Stadt.

4a) Kleine Runde der Nordost-Tour. Vom Nußbaumweg/Akazienstraße kann man die kleine Runde der Nordost-Tour, ca. 30 km, bis zum Wasserturm Lanstroper Ei fahren. Dort gibt es Aussichten nach Norden, z.B. bis zum Schloss Cappenberg, und nach Süden bis zum Dortmunder Flughafen in Wickede. Die Nordost-Tour führt auch ganz nah am Flugplatz vorbei. Von da kann man dann wieder bis zum Lanstroper Ei schauen.

5) Tour „Lippe 1“: Radfahren an Gewässern (roten Pfeilen folgen, teilweise mit grünem Symbol), Ausflug zum Horstmarer See mit Kultur. Vom Lippeverband gibt es die ausgeschilderte Tour „Lippe 1“. Laut Kibowski kann man auch nur einen Teil der vorgegebenen Strecken fahren, z.B. von der Flughafenstraße südlich des Bahnhofs Scharnhorst entlang der Körne bis nach Kamen, von dort entlang der Seseke bis zum Horstmarer See. Dort wartet eine kostenlose Bademöglichkleit mit Sandstrand. Danach geht es zurück über Lanstrop und östlich der Siedlung Scharnhorst bis zur Flughafenstraße.+

6) Kanal-Tour Dortmund-Mitte über Lindenhorst nach Waltrop. Nach der Dortmunder Nordstadt geht es ab der Magdeburger Straße durchs Grüne. Zunächst in einer Schleife um den Fredenbaumplatz, dann vorbei am Naturkundemuseum hinein in den Fredenbaumpark, in dem nahezu alle Wege ans Ziel, zum Nordwestausgang, führen. Weiter geht‘s dann über die Brücke ‘runter zum Dortmund-Ems-Kanal, der anschließend für ca. 14 Kilometer ein treuer Begleiter wird. Im ländlich idyllischen Ambiete geht es längs des Wassers bis nach Waltrop.

Von Steffen Gerber


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