Mann rettet sich mit Sprung aus brennender Wohnung

Dieser Sprung rettete ihm womöglich das Leben: Ein 54-jähriger Brackeler hat sich am frühen Mittwochmorgen aus seiner lichterloh brennenden Wohnung gerettet, indem er aus einem Fenster im ersten Stock sprang. Am Mittwochnachmittag gab es erste Erkenntnisse zur Brandursache und zum Gesundheitszustand des Mannes.

Brackel.. Aktualisierung 15.15 Uhr:

Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei derzeit nicht davon aus, dass der Brand vorsätzlich gelegt wurde. Noch geklärt werden muss, ob es ein technischer Defekt war oder ob es fahrlässige Brandstiftung war. Das betroffene Haus bleibt bis auf Weiteres unbewohnbar.

Eine gute Nachricht gibt es vom 54-Jährigen: Er hat nach Angaben der Polizei nur leichte Verletzungen davongetragen.

Erstmeldung 12.08 Uhr:

Es muss eine dramatische Szene gewesen sein, die sich am Mittwochmorgen gegen 4.10 Uhr den 45 herbeigerufenen Feuerwehrleuten am Kreuzweg bot: Aus den Fenstern im ersten Stock eines Mehrfamilienhauses schlugen meterhohe Flammen. Mittendrin: ein 54 Jahre alter Bewohner.

Weil er laut Feuerwehr die Wärme und den Rauch nicht mehr aushalten konnte, "sprang er den Einsatzkräften bei deren Eintreffen an der Einsatzstelle buchstäblich vor die Füße", so Oliver Körner von der Pressestelle der Feuerwehr Dortmund. Es sei wohl Rettung in letzter Sekunde gewesen: "Er hatte die Wahl zwischen schweren Verbrennungen und dem Sprung." Der Mann wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, wie schwer sie sind, konnte Körner nicht sagen.

Mehrere Atemschutztrupps der Feuerwehr durchsuchten danach umgehend das vollkommen verqualmte Haus nach weiteren Menschen, aber "glücklicherweise hatten alle anderen Bewohner schon das Haus verlassen", so Körner.

Holzbalkendecke erschwerte Löscharbeiten

Der Kampf gegen das Feuer war schwierig und langwierig, weil das dreistöckige Gebäude Holzbalkendecken hat. Nur durch einen "massiven Löschangriff" (Feuerwehr) konnte verhindert werden, dass das Feuer sich in die darüberliegende Wohnung ausbreitete. Die Wohnung des 54-Jährigen brannte hingegen vollständig aus.

Derzeit ist das Haus unbewohnbar. Ein Statiker muss überprüfen, ob Einsturzgefahr besteht, das Gebäude ist von der Strom- und Gasversorgung abgetrennt. Die Holzbalkendecke ist "massiv in Mitleidenschaft" gezogen worden, so Körner. Die Polizei hat routinemäßig die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Erste Ergebnisse lagen am Mittwochmittag noch nicht vor.