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Nachfolger gesucht

Lust auf Lanstrop?

22.05.2012 | 19:00 Uhr
Lust auf Lanstrop?
Willi Most (65) will seinen Vorsitz mittelfristig abgeben und seinen Nachfolger einarbeiten. Foto: Klaus Pollkläsener

Lanstrop. Nachfolger gesucht: In Lanstrop strebt die SPD einen Generationenwechsel an. Vorsitzender Willi Most möchte sein Amt mittelfristig zur Verfügung stellen. Das Feld sei gut bestellt, sagt Most. Darüber hinaus biete er seinem Nachfolger an, ihn während einer Einarbeitungszeit an die Hand zu nehmen. „Danach würde ich mich nach und nach ins zweite oder dritte Glied zurückziehen“, so der Lanstroper im Gespräch mit unserer Zeitung.

Im Idealfall könnte der Wechsel an der Spitze der Lanstroper SPD im September erfolgen. Bis dahin sei der Vorstand gewählt. Doch so schnell dreht sich das Personalkarussell höchstwahrscheinlich nicht, glaubt Most. „Wir haben auch keine Not. Aber ich möchte demnächst mehr Zeit für die Familie und mich haben.“

Willi Most schwärmt für Lanstrop. Die SPD habe viel erreicht, sagt er. Die Nahversorgung stimme. Es gebe einen Arzt, einen Zahnarzt, eine Apotheke. Auch Kindergarten und Schule seien vorhanden. „Das Wichtigste für junge Familien stimmt hier“. Dann schwärmt Willi Most vom Grün. „Lanstrop ist der einzige Stadtteil in Dortmund, der ringsherum von Naturschutzgebieten oder Landschaftsschutzgebieten umgeben ist.“ Den See, Wander- und Radwege sowie Bauernlädchen und Cafes biete Lanstrop für die Naherholung an. „Wer jetzt im Mai ins grüne Lanstrop kommt, der glaubt nicht, in Dortmund zu sein.“

Dennoch gebe es Baustellen vor Ort. Etwa die unklare Zukunft der Siedlung. Most sagt: Da der Eigentümer Hanseatic nicht grundlegend saniere, sei die Zukunft wohl offen. Vielleicht biete sich eines Tages für die Stadttochter Dogewo21 die Chance, die 1100 Wohneinheiten zu übernehmen. „Das wäre gut für die Mieter - und gut für den ganzen Ort. “ Weiterhin will sich die SPD für den A 2-Autobahnvollanschluss starkmachen und sich dafür einsetzen, dass das (inzwischen grüne Gelände) der ehemaligen Hauptschule mit etwa zwei Dutzend Mietreihenhäusern oder seniorengerechten Wohnungen bebaut wird. „Vielleicht wird’s auch eine Mischung. Mal sehen“, sagt Most.

Als Wermutstopfen in der Nahversorgung sieht der amtierende SPD-Vorsitzende den Ladenleerstand an der Färberstraße nach dem Rückzug der Drogeriekette Schlecker. Most hofft, dass der Mietausfall den Eigentümer Hanseatic bewegt, möglichst rasch ein Nachfolgeangebot zu finden. Erfreulich sei indes der neue Wochenmarkt für Lanstrop.

Baustellen tun sich auch 2014 auf. Übernächstes Jahr soll im alten Dorf die Kanal- und Straßensanierung erfolgen. „Dann verschwinden auch die Berliner Kissen auf der Straße, über die sich viele Anwohner ärgern, weil bei Verkehr die Tassen im Schrank wackeln“, sagt Most. Eigentlich sollten die Arbeiten schon längst begonnen haben. Doch das Geld fehlte. Nun stehe laut Angaben von OB Ullrich Sierau 2014 als Termin.

Von Alexander Ebert



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