Lärmgeplagte vermissen Lösung
22.02.2012 | 16:05 Uhr 2012-02-22T16:05:00+0100
Brechten.Die lärmgeplagten Anwohner der A 2 in Brechten lassen nicht locker. In einem Brief an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer fordern sie, dieser möge endlich eine ganzheitliche und nachhaltige Lösung erarbeiten.
„Leider beschränkte sich Ihr Engagement darauf, Straßen.NRW anzuschreiben“, bilanziert Sprecher Mirko Deik die bisherigen Aktivitäten des Berliner Ministeriums. Straßen.NRW behaupte „immer wieder, dass man keine Fehler gemacht habe, wir – in Brechten und Mengede – einfach nur zu empfindlich seien und einen Lärmschutz forderten, der den Standard weit übersteige.“
Anwohner Deik ordnet die Forderung seiner Nachbarn so ein: Man erwarte nicht, bevorzugt behandelt zu werden. „Wir erwarten nur, den gleichen Lärmpegel, wie er zum Beispiel in dem Neubaugebiet „Brechtener Heide“ vorzufinden ist.“ Am Beispiel der Brechtener Heide habe Straßen.NRW unter Beweis gestellt, dass man sehr wohl fähig ist, die Bürger vor dem extremen Lärm zu schützen – schließlich sei der Schallpegel dort 10dB(A) geringer als im übrigen Brechten“ (und in Mengede).
Der Schutz der Gesundheit müsse Priorität haben. Warum sei dieser Schutz aber ungleich verteilt? „Mal ganz davon abgesehen, war das Neubaugebiet zu Zeiten des Planfeststellungsverfahrens Ackerland. Und trotzdem wurde dieses Ackerland von Straßen.NRW effektiver geschützt als die Bestandsbebauung – damit verstößt Straßen.NRW gegen gültige Gesetze!“, so Mirko Deik.
Der Sprecher der Bürgerinitiative in Brechten unterstellt Ramsauer, dieser habe sich zum Wohle der Menschen bereits ein eigenes Bild vor Ort gemacht und ein Hörerlebnis an der A 2 mit nach Berlin genommen. Deik: „Bitte teilen Sie mir doch mit, welche Eindrücke Sie von der Situation in Brechten und Mengede mitgenommen haben.“ Und: „Ist Ihnen aufgefallen, dass der Pegelunterschied von 10dB(A) zwischen Nord- und Südseite einer Verdoppelung des Lärms entspricht? Welche Maßnahmen haben Sie auf den Weg gebracht, um unsere Gesundheit sofort und nachhaltig zu schützen?“, fragt Mirko Deik in seinem inzwischen zweiten Schreiben an Ramsauer.
11:51
Ram-sau-er wird das sicher belustigt zur Kentniss nehmen und in seinem Wahlkreis Gelder verlagern.