„Lärmbelästigung nicht zumutbar“
15.02.2012 | 16:48 Uhr 2012-02-15T16:48:00+0100
Scharnhorst.Die Anwohner der Straße Westholz schlafen schlecht. Schuld für die unruhigen Nächte ist der zunehmende Schwerlastverkehr: Lkw über 7,5 Tonnen, die vor allem in den Nachtstunden mit lautem Getöse über die Straße donnern und die Anwohner unsanft aus ihrem Schlaf reißen. In ihrer jüngsten Sitzung hat die Bezirksvertretung Scharnhorst deshalb mehrheitlich beschlossen, den Schwerlastverkehr zumindest nachts aus dem Westholz verbannen zu lassen. Obwohl niemand so wirklich weiß, wo die Lastwagen eigentlich herkommen.
In ihrem Antrag bittet die SPD-Fraktion die Verwaltung, im Westholz von 20 bis 6 Uhr ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen einzuführen. Die Lärmbelästigung für die Anwohner sei „mittlerweile nicht mehr zumutbar“, heißt es. Und es sei „nicht ersichtlich, warum die Lkw, welche überwiegend zum Gewerbegebiet Feineisenstraße fahren, die B 236 oder die Autobahn Scharnhorst/Brackel verlassen, um von dort zur Feineisenstraße zu gelangen.“
„Ich bin von mehreren Bürgern angesprochen worden, die sich über den Lärm beschwert haben“, erklärte Bezirksbürgermeister Rüdiger Schmidt (SPD).
Die CDU-Fraktion wollte den Antrag in der Form allerdings nicht unterstützen. Der Fraktionsvorsitzende Thomas Offermann fragte, wo die Lkw denn eigentlich herkämen? „Das ist uns selbst unerklärlich“, so Bezirksbürgermeister Schmidt. Aber er selbst habe den Antrag verfasst, nachdem er selbst einige Male nachts an der Straße gestanden habe, um die Lage vor Ort zu begutachten. „Ich weiß nicht, warum die Lkw dort herfahren“, sagte er, „aber sie tun es nun mal“.
20:41
Navi Führung!