Lämmer verschwinden von Weide in Lanstrop

Von einer eingezäunten Weide an der Lanstroper Straße sind vier Lämmer verschwunden. Der Besitzer Bernd Hibbeln glaubt an Diebstahl und hat Anzeige bei der Polizei erstattet - denn das war nicht der erste Vorfall.

Lanstrop.. Am Mittwoch hat Schäfer Bernd Hibbeln entdeckt, dass der Zaun um seine Weide in den Körnewiesen kaputt ist. Dann findet er ein totes Schaf im Graben neben der Weide, offenbar von Hunden gerissen. Beim Durchzählen der Schafe bemerkt er: Zwei weitere Tiere fehlen, wahrscheinlich auch von Hunden geraubt.

Viel schlimmer findet Emil Hibbeln (80), der die Schafzucht an seinen Sohn Bernd abgegeben hat, dass nebenan aus der Weide im Wengepark auch Tiere verschwunden sind. "Und hier waren es keine Hunde", sagt Emil Hibbeln. Er ist fest davon überzeugt, dass es Menschen waren, die die verschwundenen vier Lämmer gestohlen haben. "Wir haben hier einen 90 Zentimeter hohen Elektrozaun - und irgendwer hat die Pfähle aus dem Boden gezogen und den Zaun umgelegt", sagt Emil Hibbeln.

Vier Lämmer blieben verschwunden

30 bis 35 Kilo waren die Jungtiere schwer, die seit Anfang der Woche vermisst werden. Einige der anderen Tiere haben ebenfalls Reißaus genommen. "Da liefen Schafe im ganzen Park rum, sogar bis zur Hauptstraße", sagt Emil Hibbeln. Zum Glück konnten die Tiere aber wieder eingefangen werden. Bis auf die vier verschwundenen Lämmer.

Ob die Lämmer auch einfach nur weggelaufen sind, nachdem der Zaun sabotiert wurde, oder ob sie wirklich gestohlen wurden, das versucht nun die Polizei zu ermitteln. Die Schäferei Hibbeln hat Anzeige erstattet und bittet um Hilfe. Hinweise nimmt die Polizei unter Tel. (0231) 1 32 74 41 entgegen.

Wache halten aus dem Wohnwagen?

Wie er seine insgesamt etwa 450 Schafe auf der 14 Hektar großen Weide besser schützen kann, weiß Emil Hibbeln nicht. "Wir haben schon den stärksten Zaun, den es gibt", sagt er. Die einzige Möglichkeit wäre jetzt noch eine Rund-um-die-Uhr-Bewachung der Schafe. Emil Hibbeln redet davon, einen Wohnwagen auf die Weide zu stellen.

Hunde, die die Schafe schützen, will die Familie nicht einsetzen, schließlich befinden sich die Schafweiden der Familie in der Nähe von Wohngebieten. "Das ist zu gefährlich. Ein Herdenschutzhund könnte auch auf spielende Kinder losgehen, die es irgendwie über den Zaun schaffen", sagt Emil Hibbeln.

Seit sechs Generationen hat die Familie Hibbeln Schafe. Die Lämmer schlachten und verkaufen sie, die ausgewachsenen Tiere dienen unter anderem als natürliche Rasenmäher auf Feldern und Obstwiesen.