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Körnerinnen heben ab nach Ghana

22.07.2007 | 08:04 Uhr

Körne. Gleich nach dem Abitur radelte Alice Knorr durch Neuseeland, gleich nach ihrem ersten Uni-Examen fliegt sie nach Ghana. Mit Judith Wenner, die ebenfalls Körnerin ist, und Kathrin Schröpfer, einer Paderbornerin, will sie sich in der Gemeinde St. The

"Ich wollte schon immer mal nach Afrika", erzählt Judith Wenner. Und nun, nach dem Abitur, ist es für sie die richtige Zeit. Ihr Flugzeug hebt am 31. Juli ab. Die Messdienerin in der Gemeinde St. Liborius kannte die Gemeinde St. Theresa nur aus Berichten: Es ist die Partnergemeinde von St. Liborius. Über ihren Wunsch sprach sie mit Pfarrer Dr. Klaus Korfmacher und Werner Frick, der schon mehrmals in Ghana war. Und mit ihren Eltern redete sie auch. Die waren, so sagt sie, anfangs nicht so begeistert, unterstützten sie aber mittlerweile. Die mangelnde Begeisterung der Eltern liegt wohl auch daran, dass Judith Wenner ein ganzes Jahr lang fort ist.

Damit das Heimweh ihrer Messdienerin nicht allzu groß wird, setzten sich Korfmacher und Frick mit den Pfadfinderinnen der Diözese Paderborn in Verbindung und fragten, ob nicht eine interne Ausschreibung möglich sei, um noch weitere Frauen zu finden, die ein Soziales Jahr in Ghana im Bezirk Nkwanta machen könnten.

Die Ausschreibung war möglich, zwei Frauen fanden sich auch: Eine davon ist Alice Knorr. Obwohl auch sie Mitglied der Liborius-Gemeinde ist, lernten sich Knorr und Wenner erst bei den Reisevorbereitungen kennen.

Judith Wenner sagt, sie möchte Psychologie studieren, wenn das Jahr rum ist. Alice Knorr plant ihren Master in Friedensforschung zu machen und dann in der Entwicklungshilfe zu arbeiten. Ein Aufenthalt in Afrika kann da nur hilfreich sein. Die dritte im Bunde, Kathrin Schröpfer, studiert wie Knorr in Bochum und ist mit 26 Jahren ein Jahr älter als die Körnerin.

Nkwanta heißt der Distrikt, in dem die drei leben und arbeiten werden, Nkwanta heißt auch die Distrikthauptstadt mit 12 000 Einwohnern und Einwohnerinnen, die im oberen Teil der Volta-Region liegt, 400 Kilometer von der Küste und der Hauptstadt Accra entfernt. Bananen und Jamwurzeln werden angebaut und verkauft, viele Menschen haben kein Auskommen mit ihrem Einkommen, wissen die Liborius-Gemeindemitglieder aus den Erzählungen von Gäste aus Ghana.

Die Frauen wohnen, anders als die meisten Familie der Region, in einem Steinhaus gleich neben dem Pfarrer von St. Theresa. Da für den Schulbesuch Geld zu bezahlen ist, Ausbildungsplätze in Nkwanta kaum zu finden sind, wollen die Deutschen den Jugendlichen Anregungen geben, ihre Freizeit sinnvoll zu verbringen und dabei noch etwas zu lernen. In welcher Sprache sie das machen, wissen sie noch nicht. Die Landessprache ist Englisch, doch die meisten Menschen sprechen eine oder mehrere Stammessprachen, von denes es gleich mehrere Dutzend gibt.

Von Susanne Schulte

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