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Knappschaftskrankenhaus Brackel kocht ab 2013 für Lünen und Kamen

01.12.2012 | 12:00 Uhr
Knappschaftskrankenhaus Brackel kocht ab 2013 für Lünen und Kamen
Noch wird in Brackels Knappschaftskrankenhaus unter dem Dach gekocht. 2013 geht das Essen aus einer ebenerdigen Küche auch nach Lünen und Kamen.Foto: Jochen Linz/PiLi

Brackel.   Nach der Fusion des Kamener Hellmig-Krankenhauses mit der Klinik am Park in Lünen-Brambauer und dem Knappschaftskrankenhaus Dortmund werden die drei Küchen zusammengelegt. Spätestens im dritten Quartal 2013 wird aus Brackel geliefert.

Die Fusion zum 1. Januar 2013 zwischen dem Kamener Hellmig-Krankenhaus und dem Klinikum Westfalen, sprich der Klinik am Park in Lünen-Brambauer und dem Knappschaftskrankenhaus, ist laut Brackels Kaufmännischem Direktor Michael Kleinschmidt zu 99,9 Prozent unter Dach und Fach. Apropos Dach: Die Großküche im Knappschaftskrankenhaus zieht im nächsten Jahr aus der siebten Etage in die ebenerdige ehemalige Wäscherei um. Von dem jetzigen Lagerraum aus werden dann alle drei Häuser mit Essen versorgt, die anderen zwei Küchen schließen.

„Die Zentralküche ist aus ökologischen, wirtschaftlichen und logistischen Gesichtspunkten sinnvoll“, begründet Kleinschmidt die Zusammenlegung. In dem zweigeschossigen Gebäude, das in Brackel ein paar Meter neben dem Haupthaus und gegenüber des Funktionshauses mit zentraler Notaufnahme, OP-Sälen und Labor liegt, stehen dann 1500 Quadratmeter zur Verfügung. Der derzeit als Lager genutzte Raum „wird verlagert und umfunktioniert, damit wir demnächst ein einheitliches und qualitativ hochwertige Essens-Niveau erreichen. Spätestens im dritten Quartal soll die Großküche fertig sein“, sagt der Kaufmännische Direktor.

Auch diese Fusion bzw. Zusammenlegung der Küchen werde eine Personalreduzierung mit sich bringen, inklusive aktueller Sorgen und Ängste der Mitarbeiter. „Alle sind über unsere Pläne informiert“, berichtet Kleinschmidt von Überlegungen, etwa befristete Verträge auslaufen zu lassen.

Mindestens zehn Stellen fallen weg

„Wir wollen einen sozialverträglichen Übergang, der Betriebsrat ist selbstverständlich eingeweiht.“ An den drei Standorten sind aktuell in Vollzeit etwa 50 Köche und Hilfen beschäftigt, nach der Zusammenlegung brauche man weniger als 40. Inwieweit man Mitarbeiter etwa für den Fahrdienst oder logistische Aufgaben umschulen könne, werde ebenso noch geprüft wie die Besetzung des Chefkochs. Kleinschmidt: „Sowohl unser Martin Brüggemann als auch Kamens Chefkoch kommen infrage, wir wollen beide halten.“

Mit der neuen Verteilerküche werden dann etwa 230 000 sogenannte Beköstigungstage (tägliche Verpflegung eines Menschen) pro Jahr abgedeckt. Auch ein neues Kochkonzept mit überarbeitetem Speiseplan hält dann Einzug. „Wir haben dann flexiblere Möglichkeiten. Derzeit bieten wir drei Essen an, dann haben wir vielleicht vier oder fünf im Angebot“, kann sich Kleinschmidt etwa vorstellen, die Diätkost auszuweiten.

Mit Blick auf die Küche in ungünstiger Lage unter dem Dach im Knappschaftskrankenhaus ergänzt er: „Wir wollten hier eh umbauen.“ Für die neue Verteilerküche werde ein sechsstelliger Betrag fällig. „Für Instandhaltungen geben wir jährlich sechs Millionen Euro aus.“ Die Großküche falle nicht darunter, „dieses und andere Projekte finanzieren wir zum Teil aus Eigenmitteln.“

Ideen für die Nutzung der dann frei werdenden Räume im siebten Stock des Knappschaftskrankenhaus hat Kleinschmidt auch schon, das will er aber erst intern diskutieren. „Wir sind ein wachsendes Klinikum und brauchen Platz.“

Steffen Gerber



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