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Kids erobern ihre Hochebene zurück

20.06.2007 | 09:25 Uhr

Asseln. (SL) Stürmisch feierten die Kinder im Kinderspielhaus Phoenix die Spender: Sie unterstützen die Renovierung der Kita, nachdem "Kyrill" dort gewütet hatte.

Die Decke des Gruppenraums war eingestürzt, das Außengelände verwüstet - drei lange Monate konnten die Kinder die Räume nicht nutzen. Unterschlupf fanden sie in der Zwischenzeit in der Fichtegrundschule, die einen Raum für die Knirpse zur Verfügung stellte. "Wir sind dafür sehr, sehr dankbar", betont Heidrun Hitz, Mutter und Vorstandsmitglied der Kita.

Fichtegrundschule bot Ersatzdomizil

"Aber vor allem für die Schlafkinder war es problematisch, nur einen Raum zu haben. Dort gab es keine Rückzugsmöglichkeit."

Umso erfreuter sind alle, dass sie nun ihr altes Heim wiederhaben. "Die Hochebene haben wir vermisst", erzählen Simon (5) und Christopher (6) mit ernster Miene. Das ist eine Art Zwischenetage im Gruppenraum der Kita, die den Raum zum Abenteuerspielplatz macht. Klar, dass ein Klassenzimmer so etwas nicht bieten kann.

Die Mütter, Erzieherinnen und Kinder bedankten sich bei der Sparkasse Dortmund, die 4000 Euro gespendet hatte. Michael Liskatin nahm den Dank gern entgegen. Die Zahnarztpraxen Dr. Volker Rummel und Partner sowie Dr. Uwe Kiszka unterstützen die Aufräumarbeiten mit je 300 Euro. Den Sand im Außengelände tauschte Garten- und Landschaftsbauer Manfred Glocker kostenlos aus.

"Das war ganz schön viel Arbeit, und wir waren auch erst wenige Tage vor Wiedereinzug in die Kita fertig", erzählt Heidrun Hitz.

Ganz normal:

Jeder packt mit an

Alle Eltern haben mit angepackt. Das gehört in der Elterninitiative "Kinderspielhaus Phoenix" dazu. "Rund vier bis fünf Stunden im Monat kommen mit Putzdiensten und Aufgaben wie Fensterputzen oder Hof fegen zusammen", zählt Hitz auf. "Elternabende und Renovierungswochenenden nicht mitgerechnet." Aber das sei kein Problem, denn die Eltern, die ihre Kinder hier anmeldeten, zeichneten sich durch viel Engagement aus.

Nach der Dankesfeier, zu der jeder Gast mit Fackeln, Knallfröschen, Wunderkerzen und einer Eintrittskarte begrüßt wurde, gab es dann noch eine lange Nacht: Die Kids schliefen - mehr oder weniger - in der Kita.

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