Jugendliche durften auf Schulhof in Asseln Alkohol trinken
28.08.2012 | 18:27 Uhr 2012-08-28T18:27:00+0200
Asseln. Auch in den Ferien gab es in Asseln wieder trinkende Jugendliche zu beobachten. Die trafen sich auf dem Schulgelände am Grüningsweg. Verwundert zeigen sich viele, dass der Hausmeister dort die Zusammenkünfte tolerierte. Die Debatte geht nun weiter.
Die Lage hat sich (vorerst) beruhigt, dennoch sorgt das Thema Alkohol im Dortmunder Stadtteil Asseln nicht nur bei den trinkenden Jugendlichen weiter für Gesprächsstoff . Im Fokus: das große Gelände des Immanuel-Kant-Gymnasiums und der Max-Born-Realschule am Grüningsweg.
Ein Trinkgelage am Hellweg war Anfang Juli eskaliert und hatte der Polizei einen großen Einsatz beschert. Daraufhin verlagerte sich der Treffpunkt der jungen Leute immer mehr Richtung Schulgelände. Verwundert nahmen nun viele zur Kenntnis, dass ein Hausmeister dort das Trinken und den späten Aufenthalt der Heranwachsenden in den Ferien geduldet habe.
Laut Schulleitungen sei dies eine Ausnahme gewesen. „Die Hausmeister haben meist einen guten Draht zu den Jugendlichen und finden zur Schadensminimierung oft den richtigen Weg“, verteidigt Markus Katthagen vom Gymnasium das Vorgehen. Es habe kaum Schäden und Anwohnerbeschwerden gegeben. Seine Realschul-Kollegin Dr. Johanna Kahlert stellt indes klar: „Seit Schulbeginn dulden die Hausmeister das nicht mehr.“ Ein anderer Beteiligter sprach von „Fingerspitzengefühl, das in dieser Sache mehr hilft als Verbote“.
Vermüllung
Tatsächlich uferten die Trinkgelage in den Sommerferien nicht aus, doch mussten die Hausmeister selbst desöfteren Bier-, Schnaps- oder Mixgetränkflaschen auf dem großen Gelände aufsammeln. „Das war teils schlimmer als in Unterrichtszeiten“, so ein Augenzeuge, der sowohl Schüler als auch auswärtige junge Leute erkannte und teils von „Vermüllung“ sprach.
Für Kahlert („Der Vandalismus ist in den letzten Jahren erfreulicherweise zurückgegangen“) und Katthagen ist die Nutzung des Schulgeländes außerhalb der Unterrichtszeiten eine schwierige Frage, da es sich um ein öffentliches Gelände handelt und aufgrund der Größe schwer abzusperren sei. „Prinzipiell wird der Schulhof ja friedlich genutzt, etwa zum Basketball spielen. Wo sollen wir die Grenze ziehen?“, fragt Gymnasium-Leiter Katthagen. Er geht noch einen Schritt weiter und fordert eine neue Asselner Anlaufstelle für junge Leute. „Wir brauchen ein Konzept und eine Perspektive, damit wir den Jugendlichen alternativ etwas anbieten können.“
Ordnungsbehörden präsent
Ausdrückliches Lob erhalten derweil Polizei und Ordnungsamt, die durch vermehrte Präsenz in den letzten Wochen zur vorläufigen Problemeindämmung beigetragen hätten. „Die sind alle viel offener für unsere Belange als noch vor einem halben Jahr“, so Katthagen, der auf einen Termin Mitte September hinweist, bei dem alle Beteiligten die Situation weiter besprechen und verbessern wollen. „Ich sehe derzeit eine richtig gute Chance, dass wir das Problem mit weiteren Anstrengungen in den Griff bekommen können.“
18:49
Der Hausmeister hat bestimmt Schlimmeres verhindert, indem er die Jugendlichen
nicht vertrieben hat. Einen anderen Platz hätten sie bestimmt gefunden, wären
dann aber alleine.
10:04
Der Steuerzahler zahlt Schulhöfe und auch die meisten Sportanlagen.
Es ist eine Unsitte, dass diese Anlagen außerhalb der Schulzeit nicht benutzt werden sollen.
Das Einzäunen und Vertreiben ist unerträglich geworden. Da bleibt nur noch das Sitzen auf der Parkbank mit Saufen aus Langeweile.
Früher konnten doch auch die Schulhöfe mit ihren Einrichtungen genutzt werden. Warum sollten diese Flächen für Monate während der Ferien geschlossen bleiben?
"Das Einzäunen und Vertreiben ist unerträglich geworden. Da bleibt nur noch das Sitzen auf der Parkbank mit Saufen aus Langeweile."
Ach ja ? Ich wüsste da schon noch Alternativen....