Infosäulen leiten Sehbehinderte durch den Nahverkehr

Die DSW21 will die Teilnahme blinder und sehbehinderter Menschen am Nahverkehr zu verbessern. Darum werden seit März an 23 Haltestellen entlang der Ost-West-Strecke 43 Notruf- und Informationssäulen, kurz NI-Säulen, installiert. Am Dienstagvormittag wurden sie einem kleinen Praxistest unterzogen.

Brackel.. Thorsten Peitzmeier vom Blinden- und Sehbehindertenverein Dortmund testete gemeinsam mit Friedrich-Wilhelm Herkelmann, Mitglied des Behindertenpolitischen Netzwerkes, die beiden NI-Säulen an der Stadtbahn-Haltestelle In den Börten. "Jetzt habe ich die gleichen Voraussetzungen, wie ein Nichtsehbehinderter", freut sich Peitzmeier, der mit der Funktionsweise sehr zufrieden ist.

Die zwei Meter hohen Metallsäulen sind in zwei Farbbereiche aufgeteilt. Auf der blauen Seite bekommt der Fahrgast per Knopfdruck die Uhrzeit und die Fahrgastinformationen auf der Anzeigetafel vorgelesen. Auf der roten Seite gibt es eine Notruftaste, über die der Hilfesuchende mit der Leitstelle verbunden wird.

Auch für Rollstuhlfahrer geeignet

Für Blinde und Sehbehinderte sind die Tasten auch in Braille- und Pyramidenschrift beschriftet. Zudem sind Tasten, Mikrofon und Lautsprecher in zwei verschiedenen Höhen angebracht, damit auch Rollstuhlfahrer und sehr kleine Fahrgäste sie bedienen können.

Die DSW21 hat die NI-Säulen im Rahmen des barrierefreien Umbaus der Bahnsteige entlang der Ost-Weststrecke installiert. Das Projekt mit einem Volumen von 7,2 Mio Euro wurde vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) gefördert.