Imbiss beschmiert - Besitzer bietet Zeugen halbes Hähnchen

Das unter Denkmalschutz stehende Haus an der Husener Straße 54 ist Zielscheibe von Farbschmierern geworden.
Das unter Denkmalschutz stehende Haus an der Husener Straße 54 ist Zielscheibe von Farbschmierern geworden.
Foto: Oliver Schaper
Was wir bereits wissen
Ein Dortmunder Imbiss-Besitzer ärgert sich über Farbschmierereien an seinem denkmalgeschützten Fachwerkhaus. Zeugen bietet er eine leckere Belohnung.

Dortmund.. Der neue Besitzer des Fachwerkhauses Husener Straße 54 in Dortmund ärgert sich über Farbschmierer. In der Nacht zu Samstag haben sie nicht nur die denkmalgeschützte frühere Heimat der Kult-Kneipen "Sacre Coeur" und "Paint House" beschmiert, sondern auch den Husener Grill gegenüber. Ein Video könnte bei der Täter-Suche jetzt helfen. Zeugen winkt eine leckere Belohnung.

Die Fassade des Grills habe er inzwischen in Eigenregie gereinigt, so Alexander König. Das sei auch deshalb nicht ganz einfach gewesen, weil die Farbe sich zwischen die Lamellen der Jalousie gesetzt habe. Mit der Säuberung des Fachwerkhauses will er jedoch noch warten.

Dort seien ab Herbst ja ohnehin umfangreiche Sanierungsarbeiten geplant. Laut König gebe es ein Video, das einer der Anwohner in der besagten Nacht zwischen 1.50 und 2 Uhr aus seinem Fenster hinaus gemacht habe und das die Täter auf frischer Tat zeige. Er habe gerüchteweise mittlerweile sogar die Namen der Täter gehört.

Auch habe er die Polizeiwache Scharnhorst eingeschaltet. Die Polizei bestätigt diese Anzeige, will sich aber ansonsten nicht weiter zum Fall äußern. "Die Ermittlungen laufen" hieß es am Dienstag aus der Pressestelle.

Aufruf bei Facebook

Unterdessen erhält Alexander König jede Menge Hinweise und Unterstützung aus der Gruppe "Du bist ein Do - Husen/ Kurler wenn ..." im sozialen Netzwerk Facebook. Dort hat er geschrieben: "Husen wird immer mehr verkommen, wenn wir das nicht zur Anzeige bringen. Gerade wo sich unser Dorf gerade so positiv verändert. Zahle Pommes, Currywurst und einen halben Hahn für Hinweise."

Er sehe diese Gruppe im Internet mittlerweile als eine Art Selbsthilfegruppe oder als nachbarschaftlichen Verbund, in dem man sich gegenseitig hilft. König: "Die Täter sollen ruhig wissen, dass wir sie im Auge haben und es in Husen nicht so einfach ist, einen solche Tat unentdeckt zu begehen."