Im Repair-Caf werden alte Geräte wieder flottgemacht

In Wambel soll es nach den Sommerferien ein Repair-Caf geben. Handwerklich und technisch versierte Tüftler setzen hier ehrenamtlich ihr Fachwissen, Bürger, die ein Kleingerät zu reparieren haben, können es vorbeibringen. Schöner Nebeneffekt: Es entstehen Kontakte beim gemeinsamen Überlegen, was zu tun ist, oder in der Wartezeit bei einer Tasse Kaffee.

Wambel.. Ist das Reparieren alter Geräte reine Nostalgie, oder steckt mehr dahinter?

Es ist gut für die Umwelt, wenn alte Dinge weiter funktionieren. Die Herstellung neuer Geräte kostet Ressourcen, produziert Abgase. "40 Millionen Tonnen Elektromüll werden weltweit pro Jahr produziert", schildert Pfarrerin Leona Holler von der evangelischen Reinoldi-Gemeinde, eine der Initiatoren des Projektes. Wenn die Menschheit nicht gegensteuere, vermülle die Erde zusehends. "Wir wollen mit dem Repair-Caf auch ein Zeichen gegen die Wegwerf-Mentalität setzen." Ein weiterer Grund: Immer mehr Menschen können sich teure Reparaturen im Fachgeschäft nicht leisten, hier ist die Kirchengemeinde gefragt, eine Alternative zu bieten.

Wer kann im ehrenamtlichen Team mitmachen?

Jeder mit handwerklichem Geschick, der Lust, Zeit und das nötige Fachwissen hat und auch sein Werkzeug mitbringen kann.

Wie oft findet das Repair-Caf statt?

Alle sechs Wochen, so die Planung, doch das entscheiden die Akteure letztlich selbst. Start ist nach den Sommerferien.

Wo findet es statt?

Im Jakobus-Gemeindezentrum der Reinoldi-Gemeinde, Eichendorffstraße 31, in Wambel.

Was wird repariert?

Kleingeräte wie etwa Kaffeemaschinen, Haartrockner, Wecker, Nähmaschinen. Die Grundregel lautet: Repariert wird - ohne Gewähr - alles, was man mit eigenen Kräften und Händen hintragen kann.

Entstehen Kosten?

Die Reparatur, wenn sie denn möglich ist, kostet nichts. Für Ersatzteile können aber Kosten entstehen. Das entscheidet der Eigentümer aber selbst. Das Repair-Caf freut sich auch über eine Spende.

Wer sind die Akteure des Repair-Cafs?

Die evangelische Reinoldi-Gemeinde in Wambel, das Familien- und das Seniorenbüro Brackel sowie die Werkstatt Passgenau, eine Einrichtung des Diakonischen Werkes Dortmund und Lünen

Wo können sich Interessenten melden?

Entweder im Seniorenbüro Brackel, Tel. (0231) 50-2 96 40 (Mo-Fr 10-12 Uhr), oder bei Pfarrerin Leona Holler, Tel. (0231) 95 98 71 96 (Di-Fr 8-18 Uhr)