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Humorvolle Feier zum 10-Jährigen der LWL-Tagesklinik

28.10.2012 | 16:44 Uhr
Humorvolle Feier zum 10-Jährigen der LWL-Tagesklinik
Feier zum 10-Jährigen der LWL-Tagesklinik in Brackel: (von links) Barbara Reiter (Leiterin Tagesklinik), Thomas Profazi (LWL Münster), die Krankenschwestern Ina Karsten und Angelika Danziger, Referent Prof. Rolf D. Hirsch, Stefanie Wichmann (Sozialpädagogin), Heike Bange-Sabacinski (Pflegeleitung) und Dr. Petra Dlugosch (Chefärztin Gerontopsychiatrie).Foto: Michael Printz

  Feier zum 10-jährigen Bestehen: Festredner Prof. Rolf D. Hirsch hielt einen launigen Vortrag beim Geburstagsfest der Brackeler LWL-Tagesklinik.Auch wenn nicht alles rund lief, so konnten sich die 200 Gäste doch immer wieder amüsieren.

Nicht alles lief rund beim runden Geburtstag der Gerontopsyschen LWL-Tagesklinik in Brackel. Doch die Besucher nahmen es mit Humor.

Über 200 Angehörige und Freunde waren gekommen, um mit dem Pflegepersonal, den Ärzten und vor allem den Patienten das Zehnjährige der Einrichtung an der Schimmelstraße zu feiern. Die Klinikleitung hatte nur mit 80 Gästen gerechnet. Schon vorher herrschte daher große Aufregung und Betriebsamkeit hinter den Kulissen. Im bis auf den letzten Platz besetzten Saal in der Brackeler Kommende, wo die Feierlichkeiten stattfanden, war aber von Stress nicht viel zu spüren. Auch wenn das Klavier bei den Darbietungen der Musikschule „Kammerton“ manchmal nicht so klang, wie es sollte und die Patienten-Theatergruppe „Silberstreif“ aus Krankheitsgründen nicht auftreten konnten, tat das der Veranstaltung keinen Abbruch.

Im Gegenteil: Prof. Dr. Dr. Rolf D. Hirsch, früher Chefarzt der Gerontopsychiatrie der Landeskliniken Bonn, schaffte es, mit seinen launigen Vortrag „Alterslust – Lebenslust“, fast in jeder Sitzreihe ein Lächeln auf die Gesichter der Zuhörer zu zaubern. Humor kann helfen, depressive Phasen im Leben zu meistern, sagt der Professor und räumte auf mit den Vorurteilen, die das Altern immer nur mit Krankheiten, Vergesslichkeit und Hinfälligkeit verbinden. Dem Alter sei dagegen mehr Positives als Negatives abzugewinnen: „Jede kleine Runzel ist eine Anekdote“, erklärt Hirsch, selbst schon lange im Pensionsalter. Der aus Funk und Fernsehen bekannte Entdecker der Humor-Behandlung weiß, dass auch die Jungen mal als Senioren enden. „Heute ist die gute alte Zeit von morgen“, ruft Hirsch ins Publikum und warnt: „Alte Leute sind gefährlich, sie haben keine Angst vor der Zukunft.“

Wer über sich selbst lachen kann, hat mehr vom Leben, glaubt Hirsch. „Was machen Sie, wenn Ihnen ihr Gebiss im Lokal in die Suppe fällt?“, will er von seinen Zuhörern wissen und gibt die Antwort dann selbst: „Ich wollte nur wissen, ob die Suppe warm oder kalt ist, daher habe ich meine Zähne zum Testen schon mal vorgeschickt“. Der Professor hat mit diesem Witz die Lacher auf seiner Seite. Nach seinem Vortrag und einem kurzfristig ins Programm genommenen Beitrag der Theaterpädgogin Caroline Kühnl über „Silberstreif“ gibt es fröhlichen Beifall, bevor sich die Gäste zur Tagesklinik aufmachen, um dort das Kuchenbufett zu plündern. Und sich die Ausstellung „Horizonte“ der Dortmunder Künstlerin Hilde Hoffmann-Schulte anzuschauern.

Susanne Meyer


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