Hohenbuschei-Bewohner haben Ärger mit Post von der Stadt

Bewohner des Neubaugebiets Hohenbuschei berichten über Zustellprobleme bei Briefen, die von der Stadt kommen. Offenbar werden wichtige Dokumente von Standesamt, Stadtkasse oder Ordnungsamt nicht zugestellt, und die Empfänger erfahren davon erst, wenn sie eine Mahnung erhalten.

Brackel.. Im Neubaugebiet Hohenbuschei gibt es offenbar immer wieder Zustellprobleme mit Briefen, die von der Stadt kommen. Darüber diskutieren seit einiger Zeit die Mitglieder einer Gruppe mit Hohenbuschei-Nachbarn im sozialen Netzwerk Facebook. Die Stadt hat für solche Briefe den Zusteller Postcon beauftragt - und kennt das Problem. Aktuell seien zehn Beschwerden für diesen Zustellbereich bekannt, sagt Stadtsprecher Frank Bußmann auf Anfrage unserer Redaktion.

Der Stadtsprecher weiter: "Die Stadt Dortmund hat einen Großkundenberater. Bei Beschwerden wird ein Rechercheauftrag an den Großkundenberater von Postcon verschickt. Der Sachverhalt wird im Verteilzentrum und vor Ort recherchiert." Zum konkreten Fall gebe es bisher von Postcon aber noch kein Rechercheergebnis. Der Auftrag dazu sei in der vorigen Woche gestellt worden.

Postcon-Pressesprecherin Jeannine Böhrer-Scholz schreibt: "Den für das Gebiet Hohenbuschei verantwortlichen Mitarbeitern waren die Reklamationen bekannt. Infolgedessen agieren wir bereits, da eine zuverlässige Zustellung der uns anvertrauten Sendungen höchste Priorität hat."

Briefumschläge werden gescannt

Die Abläufe werden überprüft, so Böhrer-Scholz weiter, bisher sei aber noch kein Fehler gefunden worden. "Über unseren Kundenservice haben wir alle Adressen, die unsere Zustellqualität bemängelt haben, im Depot vermerkt. Seither scannen wir alle Briefumschläge, die an diese Empfänger adressiert sind, in unserem Depot, sodass eine Rückverfolgung der Sendungen möglich ist. Darüber hinaus stellen wir Sendungen an diese Adressen als Einwurf-Einschreiben auf unsere Kosten zu, sodass wir die Zustellung im Briefkasten des Empfängers auf einem Auslieferungsbeleg mit Datum und Uhrzeit dokumentiert haben."

Zusteller würden ordentlich eingearbeitet und nachgeschult. "Sendungsunterdrückung" indes sei eine Straftat, die eine Kündigung des Mitarbeiters und sogar strafrechtliche Verfolgung nach sich ziehen könne.