Helfer beseitigen Riesen-Bärenklau im Naturschutzgebiet

Im Naturschutzgebiet "Auf dem Brink" bedroht der Riesen-Bärenklau die heimischen Pflanzenarten. Einige Freiwillige haben sich es jetzt zur Aufgabe gemacht, den ungebetenen Gast zu beseitigen. Wir erklären, warum der Riesen-Bärenklau ein Problem ist.

Kemminghausen.. Rein optisch ist der aus dem Kaukasus stammende Riesen-Bärenklau mit seinen hübschen weißen Blütendolden und riesigen Blättern eine schöne Erscheinung. Allerdings kann das aus dem Kaukasus stammende Gewächs auch zu einer echten Plage werden, wie Thomas Quittek weiß: "Der Bärenklau überwuchert heimische Pflanzen. Mancherorts sind bereits ganze Wälder von Herkulesstaude entstanden", so der BUND-Sprecher.

An vielen Stellen im Gelände angesiedelt

In den vergangenen Jahren hatte sich die Pflanze an insgesamt sechs Stellen im Kemminghauser Naturschutzgebiet angesiedelt. Insbesondere für die seltenen Arten der heimischen Flora stellte dies eine große Gefahr dar. Also machten sich einige BUND-Mitglieder sowie die Bärenbande des Tierschutzvereins, ausgerüstet mit Spaten und Handschaufeln, an die Arbeit, um das Naturschutzgebiet vom ungebetenen Gast zu befreien.

Mehr als 150 Pflanzen ausgegraben

Mehr als 150 Exemplare der Herkulesstaude wurden dabei ausgegraben. Erledigt ist die Aufgabe damit für die Helfer jedoch noch lange nicht. "Lässt man die Herkulesstaude nicht zur Blüte kommen und verhindert so eine weitere Aussamung, ist der erste Schritt schon getan. Die Samen, die schon im Boden gelandet sind, können allerdings noch 7 weitere Jahre keimen", erklärt Quittek. Demnach müssten die Helfer nun viel Geduld aufbringen und jedes Jahr aufs Neue die auftauchenden Pflanzen beseitigen.

Erfolgreiche Aktion

Bislang seien die Aktionen jedoch durchaus erfolgreich verlaufen. So habe man den Bärenklau-Bestand im Naturschutzgebiet Auf dem Brink in den letzten Jahren immerhin bereits von sechs auf zwei Stellen im Gelände reduzieren können.

Die Naturschutzgruppe BUND kann beim Kampf gegen den Bärenklau noch Hilfe gebrauchen. Infos unter Tel. (0231) 81 36 42. Wer bei der Bärenbande mitmachen möchte, kann sich im Internet über das Angebot informieren unter www.diebaerenbande.de