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Hannelore Lamché fährt wieder nach Novi Sad

21.09.2012 | 17:19 Uhr
Hannelore Lamché fährt wieder nach Novi Sad
Hannelore Lamché fährt wieder nach Novi Sad. Foto: Anja CordFoto: Anja Cord

Scharnhorst.   Die Sachen müssen einfach zu den Kindern.“ Hannelore Lamché kämpft weiter für behinderte Mädchen und Jungen im Heim Dom Veternik in Dortmunds Partnerstadt Novi Sad. Mitte Oktober startet sie wieder Richtung Serbien. Doch eigentlich sollte Schluss sein.

„Die Sachen müssen einfach zu den Kindern.“ Hannelore Lamché (Tel.: 0231/98 53 43 98) kämpft weiter für behinderte Mädchen und Jungen im Heim Dom Veternik in Dortmunds Partnerstadt Novi Sad. Mitte Oktober startet sie wieder Richtung Serbien. Doch eigentlich sollte Schluss sein. Das hatte die 70-Jähriger noch Anfang des Jahres gesagt. Eigentlich. Aber: „Ich kann es nicht lassen“, sagt Hannelore Lamché. Dann muss sie das Gespräch kurz unterbrechen, die Türklingel ertönt. Wieder gibt eine Frau Sachen ab, die dringend gebraucht werden.

Nahrungsmittel, Süßigkeiten, Kleidung, Spielsachen – es fehlt in Novi Sad an allem. „Bei 600 Kindern können Sie sich vorstellen, dass ständig etwas kaputtgeht“ Kinder eben. Wenn die Scharnhorsterin von ihnen spricht, wird ihre Stimme warm und sanft. „Ich liebe jedes der 600 Kinder wie mein eigenes.“ Und deshalb macht sie weiter. „Am liebsten, so lange es noch geht.“

Seit 1991 ist die Scharnhorsterin bereits aktiv. „Durch einen Chor bin ich drauf gekommen.“ Das war im Rahmen der Auslandskulturtage. Zunächst engagierte sie sich für Bosnien. Durch eine spezielle Genehmigung der Vereinten Nationen (UN) war es möglich, das durch den damaligen Krieg bedingte Embargo zu umgehen. Und seit 17 Jahren ist Novi Sad ihr Ziel.

Am liebsten kistenweise will Hannelore Lamché trotz ihrer angeschlagenen Gesundheit helfen. Wer sie unterstützen will, kann noch bis zum 3. Oktober Sachen bei ihr abgeben (Kontakt siehe Box). Mitte Oktober fliegt die Scharnhorsterin selbst nach Novi Sad, „wenn ich einen günstigen Flug bekomme“. Auch hier achtet sie auf die Kosten, möglichst viel Geld soll den Kindern im Heim zugute kommen.

Wieder klingelt es an der Haustür. Diesmal geht es aber nicht um den Nachwuchs. Eine Frau gibt Kleidung für Ältere ab. Auch die ist mehr als willkommen. „Gleich nebenan in Novi Sad ist ein Armen-Altenheim“, weiß Lamché. Hier leben Senioren, die ganz wenig haben – und sich über Hilfe sehr freuen.

Von Wolfgang Maas


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