Halb Eving war auf den Beinen

Wenn der Gewerbeverein Eving zum Osterfeuer bittet, kann er locker mit jedem Volksfest konkurrieren: Denn Hunderte von Besuchern strömten am Sonntagabend zum romantischen Flammen-Schauspiel an der Brechtener Straße. Sogar eine Pferdekutsche war im Einsatz.

Eving.. Parkplätze waren rar. Wohl dem, der zu Fuß kommen konnte. Mit Kind und Kegel, Fahrrad, Bollerwagen und sogar Trecker hatte sich halb Eving zur lieb gewordenen Brauchtums-Veranstaltung aufgemacht. "Zum vierten Mal richten wir hier das Osterfeuer aus", sagt Ingo Plettner, Pressesprecher des 100 Mitglieder starken Gewerbevereins. Der Klub der Händler und Firmen ist nicht nur einer der größten seiner Art in Dortmund, sondern weiß auch die Menschen in seinem Stadtteil und darüber hinaus, zu mobilisieren. Das bewiesen die Macher am Sonntag eindrucksvoll.

Über drei Meter hoch

Bereits über zwei Stunden vor dem Entzünden der rund 70 Kubikmeter Holzstämme, Strauchschnitt und Tannen, die über drei Meter hoch aufgestapelt waren, füllte sich das Gelände. Vor allem die Kinder hatten ihren Spaß. Während die einen noch Holz für das große Feuer suchten und stolz in den Haufen warfen, genossen die anderen ihre im kleinen Feuer kross gegrillten Stockbrote. Anschließend ging es mit der Pferdekutsche durch die Felder.

Gasbrenner gibt Hilfestellung

Als dann nach 19 Uhr die zuvor wärmende Sonne hinter den Dächern und Bäumen langsam verschwand, es dem einen oder anderen deutlich kühler wurde, war der Zeitpunkt gekommen, das richtige Osterfeuer anzuzünden. Mittels eines Gasbrenners war das bei besten äußeren Bedingungen ein Klacks. Schnell schoss gelblicher Rauch in die Höhe und in Richtung Süden. Der mitunter auffrischende Nord-Wind sorgte dafür, dass man meinen konnte, die Welt sei direkt hinter dem Haufen zu Ende.

"Mama, wird das immer mehr?"

Große Kinder-Augen verfolgten das Schauspiel und ein Mädchen fragte erstaunt: "Mama, wird das immer mehr?" Gemeint waren die Flammen, die tatsächlich immer mehr und auch höher in den dunkler werdenden Himmel schlugen. Erwachsene nutzten am Rande des Feuers die Gelegenheit, sich mit Freunden und Bekannten zu unterhalten und das gemeinsame Wiedersehen zu feiern. Einige hatten sich während der dunklen Jahreszeit wohl länger nicht gesehen.