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Jubiläumsfeier

Friedensbotschaft aus Asseln

23.10.2012 | 18:12 Uhr
Friedensbotschaft aus Asseln
Am 28.10.2010 jährt sich die Erbauung des Baudenkmal Am Hagedorn 58 vor 200 Jahren. Im ehem. Fachwerkkotten ist jetzt das Atelier Leo Lebendig untergebracht.Foto: Michael Printz

Asseln.   Kunst trifft Geschichte: Lichtmaler Leo Lebendig feiert Sonntag künstlerisch das 200-jährige Bestehen seines Fachwerkhauses am Hagedorn in Asseln. Das Denkmal, für den Begründer des Friedenslichts der Religionen zugleich Atelier, wird abends illuminiert.

Kunst, Symbolik, Friedensbotschaften: Wer den selbsternannten Lichtmaler Leo Lebendig in seinem bemerkenswerten Haus am Hagedorn 58 (zugleich Atelier) in Asseln besucht, wird in eine vielfältige Welt entführt.

Quell der Ideen ist sein Fachwerkhaus. Dieses städtische Baudenkmal feiert an diesem Sonntag 28. Oktober, sein 200-jähriges Bestehen. Leo Lebendig würde seinem Namen nicht gerecht und wäre nicht er selbst, wenn er daraus nicht etwas Besonderes machen würde. Bei einer Feierstunde stellt Klaus Coerdt vom Heimat- und Geschichtsverein die Zeit in Asseln direkt nach dem Bau 1812 vor, ehe Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka die historischen Veränderungen bis 2012 ergänzt.

Es folgt Lebendigs Auftritt bzw. Vision: Er springt 100 Jahre weiter, bei der imaginären 300-Jahr-Feier nennt er seine Wunschvorstellung, die sich auch für 2112 auf einen Nenner bringen lässt: Frieden!

Hoffnung auf Frieden im Jahr 2112

Die Feier unter dem Motto „Leben am Hellweg und die U43“ ist zwar nur für geladene Gäste wie Oberbürgermeister Ullrich Sierau, aber für Passanten und Fotografen könnte sich ein abendlicher Spaziergang zum Hagedorn lohnen. In der Dunkelheit will Lebendig „das Jubiläumshaus unter der riesigen Esche (Sprachstamm im Namen Asseln) in einer an Napoleon und dessen Kriege um 1812 erinnernden Illumination“ ausleuchten. In den Farben blau, weiß und rot.

Womit er an seine Haupttätigkeit in den letzten acht Jahren anknüpft, das Friedenslicht der Religionen. Mit seinem Projekt, das er im Rahmen von Ruhr2010 vorstellte und damit europaweit unterwegs war, will der gebürtige Arnsberger seine Hauptbotschaft, zu der etwa die Abschaffung von Atombomben bis 2020 gehört, in die Welt und in alle Dortmunder Stadtteile tragen.

Bunte Fahne voller Symbole

Neues Symbol dafür: Die „World-Peace-Flag“. Auf der hat der Künstler in Anlehnung an Europas Staaten - in den zwölf Lebensfarben zwölf Sterne angebracht, die „für alle Individuen der Welt stehen“. In der Mitte ist nicht etwa Japans rote Sonne mit einem einzigen Mittelpunkt, sondern ein schwarzes Oval. Die Bedeutung? „Aus diesem schwarzen Loch, das im Gegensatz zum Kreis zwei Zentren hat, kommt alle Kreativität.“

Weiter geht’s mit Symbolik. Über der Eingangstür seines 200 Jahre alten Denkmals hat er eine liegende Acht angebracht, die für Ewigkeit steht. „Um diesen Begriff habe ich den französischen Dreiklang Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit erweitert.“ Seine schwere Krankheit vor Jahren habe ihm klargemacht, dass „ich künstlerisch raus aus dem französischen Rationalismus will, hinein in die Bewegungen, in den Körper“. Kultur bzw. Kunst will Lebendig mit sozialen Aspekten verknüpfen. Dafür steht er, der nur wenigen als Hans Jürgen Troegel bekannt ist, mit seinem Künstlernamen.

Steffen Gerber



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