Freiwillige Feuerwehr Eving zieht vom kleinen Container in großen Neubau
18.10.2012 | 18:49 Uhr 2012-10-18T18:49:00+0200
Eving. Der Löschzug 25 aus Eving und Brechten hat eine neue Heimat: In der Lütge Heidestraße enstand ein modernes Funktionsgebäude, das Dortmunds jüngste freiwillige Feuerwehr nach jahrelangem Conatinerleben vor einer Woche bezogen hat.
Die freiwillige Feuerwehr Eving-Brechten fragt sich gerade: Wohnst du noch oder lebst du schon? Frisch motiviert bezog der Löschzug 25 in der vergangenen Woche sein neues Domizil in der Lütge Heidestraße.
Für veranschlagte 835 000 Euro entstand hier direkt neben der Wache 2 ein modernes, zweigeschossiges Funktionsgebäude. Offizielle Einweihung mit geladenen Gästen ist am 10. November, zugleich Gründungsfeier der Jugendfeuerwehr. Beim Tag der offenen Tür wird das Haus dann 2013 allen gezeigt. Einen „Quantensprung“ nennt Löschzugleiter Manfred Schlüter den Neubau, nachdem seine Freiwilligen sechs Jahre lang in einem Container improvisieren mussten.
Funktionsgebäude - das klingt kühl. Was angesichts zweier Schulungsräume für Erwachsene und die Jugend, Sanitäranlagen (eine Toilette ist gar behindertengerecht), zwei Umkleiden für Frauen und Männer sowie dem Verbindungssteg zur Fahrzeughalle auch stimmt. Die in jedem Raum klar vernehmbare Sprechanlage dient natürlich Einsatzbefehlen und ist bereits für den Alarm „scharf geschaltet“ .Auch die Niedrig-Energie-Bauweise - ein eigenes Block-Kraft-Heizwerk produziert Strom und leitet Überschüsse ins Netz - klingt nicht nach besonderer Wohlfühl-Romantik.
Doch soll das etwa 10 mal 20 Meter große Haus mehr sein als nur eine zweckgebundene Heimat für die 30 freiwilligen Feuerwehrmänner (Schlüter: „Wir waren mal der Löschzug mit den meisten Frauen, bevor die uns alle weggeheiratet wurden“) und 12 Nachwuchskräfte, darunter zwei Mädels.
Mitgestalten und neue Motivation
Bei der Innengestaltung der 200 Quadratmeter - der Container mit seinen 65 qm bot zuvor nicht allen Platz - konnten die Mitglieder des 1996 gegründeten Löschzugs Eving-Brechten mitreden., „Wir wollen jedem ein sinnvolles Freizeitangebot bieten“, sagt der Chef der „Nesthäkchen“, der jüngsten freiwilligen Feuerwehr-Gruppe Dortmunds, die in ihren Anfangstagen gar in fensterlosen Räumen einquartiert worden war.
„Die Motivation in unserer Truppe ist jetzt ganz anders“, berichtet Schlüter, nachdem der Neubau in den letzten Jahren in der politischen Prioritätenliste immer wieder mal herunterrutschte. Die Aufbruchstimmung wird unterstützt durch die direkte Angliederung an die Wache 2, was sonst nur noch in Mengede der Fall ist, und die weitergehende Kommunikation mit der Berufsfeuerwehr. „Es war notwendig, hier zu investieren“, meint Feuerwehrsprecher Boris Thiemrodt. „Die Leute verbringen viel Freizeit bei uns, also müssen wir vernünftige Grundvoraussetzungen für sie schaffen und ein ordentliches Umfeld anbieten.“
Jeden Mittwoch, 18 bis 21 Uhr, treffen sich die Freiwilligen nun im neuen Haus, das eigentlich im August eingeweiht werden sollte. Auch die Jugendfeuerwehr, die in geraden Wochen alle 14 Tage donnerstags von 17 bis 19.30 zusammenkommt, erhielt einen eigenen Raum. „Die sollen sich dafür verantwortlich fühlen“, so Schlüter. „Da wir hier im Haus keine Putzhilfe haben und alles in Eigenregie sauber halten müssen, sind alle gefordert.“
Nun muss nur noch der Außenbereich der Fläche (zuvor teils als Parkplatz für die Berufsfeuerwehr genutzt) gestaltet werden. Schlüter: „Ich bin jedenfalls stolz auf die Truppe, dass wir in all den Jahren der Demotivation unsere Mitglieder halten und uns jetzt hier schön einrichten konnten.“
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