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Freibad Derne wieder geöffnet

01.08.2012 | 18:04 Uhr
Freibad Derne wieder geöffnet

Derne.   Passend zum schönen Sommertag hat das Freibad Derne wieder geöffnet. Nachdem das Loch neben dem Becken verfüllt worden ist, konnten die Haupt-Arbeiten schneller als gedacht beendet werden. Auch die Ursache ist mittlerweile klarer, ein Tagesbruch sorgte nicht für die Hohlräume.

Passend zum gestrigen Sommertag konnte das Freibad Derne am Mittwochmorgen wieder öffnen. Am Sonntag hatten Vereinsmitglieder des Badbetreibers SV Derne 49 ein etwa zwei bis drei Kubikmeter großes Loch direkt neben dem Schwimmbecken entdeckt und den Betrieb vorerst eingestellt.

„Der hintere Teil ist aber noch gesperrt“, teilte SVD-Vorsitzender Manfred Lesinski mit. Auch müssten noch weitere Steine verlegt werden. Aber nachdem die beauftragte Baufirma aus Lünen im Laufe des Dienstags das Loch verfüllt und abgedichtet hatte, konnten Vereinsmitglieder die restlichen Arbeiten am späten Abend beenden. „In dem Loch ist nun Sand unten drin, darüber Kies und Schotter - das wird halten“, so Lesinskis Prognose.

Kosten unklar

Über die Kosten konnte er noch keine Angaben machen. „Ich hoffe, dass das nicht zu teuer wird. Wir mussten aber ruck-zuck handeln, damit der Badebetrieb wieder zügig anlaufen konnte“, meinte Dernes Schwimm-Vorsitzender.

Die Einnahmeausfälle hätten sich in Grenzen gehalten, da das Wetter zu Wochenbeginn mittelprächtig war. „Schlimmer wäre es gewesen, wenn wir in einer Periode mit tollem Sonnenschein hätten schließen müssen“, sagte Lesinski.

Etwa 50 Badegäste habe er am Mittwochmittag gezählt. „Wahrscheinlich waren es nicht mehr, da wir ursprünglich von Reparaturarbeiten bis zum Wochenende ausgingen und das Bad auch erst gegen Ende der Woche wieder öffnen wollten. Das ging nun glücklicherweise schneller.“ Am Dienstagabend säuberten Vereinsmitglieder noch das Becken, ehe wieder Wasser hereingelassen wurde.

Auch zur Ursache gibt es konkretere Anhaltspunkte. Einen zunächst vermuteten Tagesbruch „konnten wir nach Rücksprache mit der früheren Zeche aber schnell ausschließen“, so Lesinski. In dem Freibad, das seit 1914 existiert, sei es zu Unterspülungen gekommen. „Das Wasser ist im Laufe der Jahre immer wieder mal aus dem Becken übergelaufen und unter den Steinen versickert. Durch die Auswaschungen konnten sich Hohlräume bilden“, erklärt der SVD-Vorsitzende.

Buddeln bis in drei Meter Tiefe

Die Fachleute buddelten sich an zwei Seiten des Beckenrands entlang bis zu drei Meter in die Tiefe, um alle Löcher und undichte Stellen aufzuspüren. Die Baufirma habe den Mitgliedern des Vereins, der 1990 die Trägerschaft des Freibads übernommen hatte, mitgeteilt, dass zudem bei manchen Reparaturarbeiten in der Vergangenheit nicht ordnungsgemäß abgedichtet worden sei.

Eine Gefahr habe laut Lesinski aber zu keiner Zeit für Badegäste bestanden.

Steffen Gerber



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