Flüchtlinge sind verrückt nach Fußball

Die Bewohner des Flüchtlingsheims Eving spielen in diesen Tagen noch mehr Fußball als sonst. Sie möchten am 28. April das Team der Jugendfreizeitstätte schlagen - und sind zuversichtlich, dass ihnen das gelingen wird. Lesen Sie hier, was es sonst noch Neues gibt im Flüchtlingsheim.

Eving.. Laut den Johannitern, die das Heim an der Osterfeldstraße 131 betreiben, läuft es momentan so richtig rund in der Flüchtlingsunterkunft. Es ist ein Bewohnerbeirat gegründet worden, der an allen Entscheidungen beteiligt wird und selbst Vorschläge macht.

So wollten die Flüchtlinge neulich die Reinigung des Heims selbst übernehmen und der Firma, die dafür zuständig ist, kündigen. Geht aber nicht, sagen die Johanniter. Das Gesundheitsamt stellt bestimmte Sauberkeitsanforderungen wegen der Hygiene. Und die Einhaltung dieser Standards sind vertraglich mit der Firma vereinbart.

Herausforderung Ramadan

Nächste Herausforderung für das Heim ist der Beginn des Ramadans am 18. Juni, dessen Regeln 75 Prozent der Bewohner einhalten. Dann wird der Caterer die Mahlzeiten erst nach Sonnenuntergang liefern können. Wahrscheinlich werde auch mit Lunchpaketen gearbeitet, so Leiter Ulrich Hoffmann.

Positiv sei, dass die Flüchtlinge sich mehr und mehr gegenseitig helfen - und zwar über alle Nationalitätsgrenzen hinweg. Neulich hat ein Syrer einen Russen zum Arzt begleitet, um ihm bei der Übersetzung zu helfen. Auch animieren sich sich gegenseitig zur Sauberkeit.