Evinger Hallenbad auf Erfolgswelle
19.02.2010 | 16:42 Uhr 2010-02-19T16:42:00+0100Eving. Noch vor fünf Jahren drohte ihm die Schließung. Was das für den Stadtbezirk bedeutet hätte, lässt sich nur vermuten. Heute steht das Evinger Hallenbad jedenfalls besser denn je da.
Die jüngsten Auslastungszahlen beweisen: Seit dem die Schwimmgemeinschaft Eving das Ruder übernommen hat, geht's stetig aufwärts.
„Vor zwei Jahren haben wir erstmals mehr als 150 000 Badegäste in einem Jahr gezählt”, so Vereinsvorsitzender Gerhard Wolter. Gründe seien die verlängerten Öffnungszeiten und ein erweitertes Kursangebot. Zum Vergleich: Unter städtischer Trägerschaft waren es „nur” 94 000. Macht ein Plus von knapp 60 Prozent. Und damit nicht genug: „Für Januar verbuchen wir bereits einen Zuwachs von 24 Prozent im öffentlichen Bereich.” Anders ausgedrückt: Während im Vorjahresmonat Januar rund 4000 Besucher das Hallenbad aufsuchten, registrierten die Betreiber jetzt schon 4800 Freizeitsportler. Für Nicole Euler, Pressesprecherin der SG Eving, keine wirkliche Überraschung: „Seitdem die »Welle« in Scharnhorst saniert wird, weichen einige der Schwimmer zu uns aus.” Die Tendenz ist steigend, da weitere Gäste aus dem bereits seit Montag geschlossenen Nordbad erwartet werden.
Stau beim Schwimmen. Ist das möglich? „Also bis jetzt hat das noch zu keinen Beeinträchtigungen geführt. Gerade Berufstätige nutzen das Angebot, ihre Bahnen in den frühen Morgenstunden zu ziehen”, sagt Euler. Schwieriger sähe es allerdings beim Schulschwimmen aus. „Statt 2000 Schüler kommen jetzt wöchentlich 2300.” Da kann es dann tatsächlich schon mal etwas voller werden. „Früher waren maximal 70 bis 80 Kinder gleichzeitig im Becken, heute sind es um die 100”, sagt Wolter. Ein Zustand, der spätestens aber dann wieder beendet ist, wenn die Renovierungsmaßnahmen in Scharnhorst abgeschlossen sind.
Mittendrin im Sanieren ist man auch beim Evinger Hallenbad. Außenfassade und Dach werden erneuert, Lüftungs- und Heizungsanlage komplett ausgetauscht. „Hiervon versprechen wir uns vor allem eine Senkung der hohen Energiekosten”, so Wolter. 1,5 Millionen Euro hat die Stadt mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket für die Umbaumaßnahmen bereitgestellt, schon im Sommer vergangenen Jahres wurde begonnen. Im Gegensatz zu anderen Hallenbädern versuchen die Verantwortlichen beides – Schwimmbetrieb und Sanierung – miteinander zu vereinbaren. „Eine Schließung kommt nicht in Frage, da uns sonst die Einnahmen wegbrechen würden”, so der Vorsitzende. Nur im Sommer steht eine Zwangspause von vier Wochen an: Zu dem Zeitpunkt wird die gesamte seitliche Fensterfront ausgewechselt.
13:26
Aber schon ignorant ist Ihr Umgang mit dem Thema Schwimmen für türkische Frauen. Ich selber habe keine Probleme mit 15 Minuten Umziehzeit. Darum geht es nicht, auch wenn es für die Kindern schon schwieriger war. Aber das von mir beschreibene Antrieben hat schon stattgefunden und zwar deshalb, weil die türkischen Damen (sie wurden vom Badpersonal selbst so betitelt) nicht eher einen Fuß in den Umkleidetrakt setzten, bevor nicht störende Elemente wie z.B. Deutsche, Männer, Jungen, vielleicht auch Nichtmuslime diesen verlassen haben. Woanders nannte man sowas Apartheid und es wurde hierzulande seit 1945 einhellig verurteilt. Ich finde es erschreckend, das Werte unserer Verfassung und Gesellschaft mal eben so über den Haufen geschmissen werden. Die Kinder führen solche Diskussionen nicht, die kriegen nur mit, dass sie jetzt schnell raus müssen, da die tükischen Frauen kommen. Tolle Erfahrung, sehr Integrationsfördernd, oder ? Das, lieber EinAndererEvingerSchwimmer sollten Sie schon verstehen. Wieso finden Sie das lustig und unverschämt ? Übrigens, obwohl Sie sich ja auch
hier anonym verstecken, hatte ich an besagtem Moment sehr wohl dem Personal meinen Ärger kundgetan. Sie wissen es halt nicht besser,weil Sie nicht dabei waren, aber Sie sollten das in Ihrer Bewertung mit bedenken.
13:16
Hallo EinAnderer Evinger Schwimmer,
schade, dass Sie Ihren Unwillen zum Verstehen hinter meiner vorgeblichen unverständlichen Schreibweise verstecken. In einem Punkt gebe ich Ihnen aber Recht: Der Kasernenhofton, in früheren Jahren im Evinger Hallenbad Gang und Gebe, hat sich in den letzten Jahren (v.a. seit die Stadt raus ist) verringert und ist nur noch gelegentlich zu hören. Vor allel gegenüber Kindern, die sich zugegebener Maßen auch nicht immer optimal verhalten. Mir gegenüber wurde er zum letzten Mal angewandt, als ich meinen Fön in eine Steckdose steckte, die nicht abgeschlossen war. Es geht hier nicht un die 5 Cent, sondern um die Qulaität des Fönens. Mag Ihnen das ausreichen, anderen nun mal nicht und in vielen Bädern dieses Landes ist selber fönen kein Problem.
00:22
Hallo EvingerSchwimmer!
Ich finde ihre Sichtweise der Dinge lustig und unverschämt zugleich. Teilweise verstehe ich Ihre Formulierungen auch nicht. wenn das Anschließen mal vergessen wurde und man es wagt einen Fön anzuschließen... was ist damit gemeint? Wen meinen Sie mit dem althergebrachten Kasernenton? Mir gegenüber verhalten sich alle Mitarbeiter freundlich und aufgeschlossen.
Das Vorhandensein bzw. nicht Vorhandensein von Steckdosen, die für jedermann zugänglich sind, ist diesem Bad wahrscheinlich baulich bedingt. Ansonsten sehe ich 5 Cent als einen angemessenen Betrag an um sich in ausreichender Dauer die Haare trocknen zu können.
Zu dem Samstag frage ich mich was sie bedenkliches erlebt haben? Die Badezeit endet um 13.45 Uhr. 15 Minuten sollten doch wohl ausreichen um sich zu Duschen und sich anzuziehen, oder? Wenn dem nicht so ist, sollten Sie es in Erwägung ziehen zukünftig das Bad eher zu verlassen. Die Türkischen Damen, wie sie die entsprechenden Frauen betiteln, haben auch ein Anrecht darauf um 14 Uhr das Schwimmbad betreten zu dürfen. Das Menschen im Hallenbad Eving angetrieben werden empfinde ich als unverschämte Unterstellung. Ich kann an dieser Stelle nur nocheinmal betonen, dass ich ein Verhalten der Mitarbeiter, wie Sie es angeblich beobachtet haben, noch nicht erlebt haben. Wenn man so unzufrieden ist, warum beschwert man sich nicht einfach persönlich bei den entsprechenden Personen der Badleitung, sondern verfasst solche - anonymen - Berichte? Das finde ich nicht in Ordnung.
So wird schon von Kindern Integration als Okkupation empfunden... Dazu sei gesagt, dass sich bei dem Frauenschwimmen nunmal nur Frauen im Bad aufhalten dürfen und 15 Minuten Zeit um sich anzuziehen meiner Meinung nach ausreichen müssten um das Bad verlassen zu haben. Ich hoffe Sie wissen bei diesem streckenweise unverständlichen Schreibstil was Sie damit meinen, dass Kinder Integration das Okkupation dort angeblich empfinden sollen.
An dieser Stelle möchte ich das Hallenbad Eving für seine freundliche Kundenorietierung loben und hoffe als Stammgast das Bad in das rechte Licht gestellt zu haben. Es freut mich, dass uns Schwimmern eine längere Schließung erspart bleibt!
Freundliche Grüße,
ein anderer Evinger Schwimmer
15:11
Aber etwas wirklich Bedenkliches erlebte man am vergangenen Samstag. Da wurde richtig Druck auf die Badegäste gemacht, ja um Punkt 14.00 Uhr aus dem Gebäude zu sein, da dann die türkischen Damen kämen. Selbst im Unkleidetrakt wurden Kinder im Grundschulalter noch mit den Worten angetreiben, dass sie sich beeilen müssten, da gleich die türkischen Frauen kämen. Vor welchen Karren läßt sich die Schwimmgemeinschaft da eigentlich spannen ? So wird schon von Kindern Integration als Okkupation empfunden (auch wenn einer von ihnen Hakan gerufen wurde). Kann man das sagen, ohne in die rechte Ecke gestellt zu werden bzw. ist das nicht auch sehr frauenfeindlich ?
15:07
Trotzdem sollte die Schwimmgemeinschaft die Kriche im Dorf lassen. Land auf Land ab ist es selbstverständlich, dass man nach dem Schwimmen selbst fönen darf. In Scharnhorst gibt es dafür sogar eine richtig schöne Installation mit Spiegel. In Eving sind die Steckdosen abgeschlossen. Typisch ist es auch, dass man gleich im althergebrachten Kasernenton angefahren wird, wenn das Anschließen mal vergessen wurde und man es wagt einen Fön anzuschließen.
13:29
Glückwunsch an die Betreiber.
Schön, dass es auch Positives aus Eving zu berichten gibt. Neben der Eckey-Renovierung ist dies mit Sicherheit eine weitere Erfolgsgeschichte.
Auch scheint mir das Geld des Konjunkturpaketes hier nachhaltiger angelegt zu sein als in den vielen Flüsterstrassenbaumaßnahmen.
Auch finde ich die Kundenorientierung bei den Umbaumaßnahmen erfrischend anders. Sonst kennt man nur vorübergehend schließen bzw. ganze Strasse über Monate sperren.