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Oktoberfest

Evinger Feste sollen Magnet bleiben

22.10.2012 | 17:33 Uhr
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Evinger Feste sollen Magnet bleiben
Heike Hibbeln, Petra Leinwand-Döbbel, Susanne Klamor und Marion John vergnügten sich beim zweiten Oktoberfest in Eving.Foto: Jochen Linz/PiLi

Eving.   Am Rande des zweiten Oktoberfests sprach der Evinger Gewerbeverein über Schwächen und Möglichkeiten im Stadtbezirk. Während der Sonntag ein Erfolg für die Veranstalter war und viele Besucher anlockte, bleiben Leerstände weiterhin ein Problem.

Der Gewerbeverein Eving will den Stadtbezirk auch in Zukunft am Leben halten. Beim Oktoberfest an der Bayrischen Straße fühlte sich der Vorstand in seiner Sicht bestätigt. Die Leerstände bleiben jedoch ein Problem.

„Eving ist weiterhin als Gewerbestandort gesichert“, stellt Michael Döbbel fest. Der Gewerbeverein Eving will mit den Festen ein Zeichen setzen. „Dadurch halten wir die Leute hier“, so Döbbel. Sein Kollege Meik Hibbeln sieht das ähnlich: „Wir machen den großen Aufwand gerne. Ohne Veranstaltungen wie diese wäre Eving nicht so lebendig.“

„Heute können die Menschen sehen, dass Eving nicht tot ist“, sagt Meik Hibbeln. Er glaubt, dass der Gewerbeverein deshalb so gut funktioniert, weil er so groß ist. „Er gehört zu den größten Gewerbevereinen in Nordrhein-Westfalen. Wir bringen alle Interessen hier vor Ort unter einen Hut.“

Gute Anbindung mit Bus und Bahn ist Pluspunkt für den Stadtteil

Für die Mitglieder des Gewerbevereins bedeutet das Oktoberfest eine Grundsicherung der Kundschaft, denn ohne kaufkräftige Kundinnen und Kunden sei es schwierig, die Geschäfte weiter am Laufen zu halten. „Wir haben das Glück, dass wir nah an der Stadt sind, wir eine gute Anbindung mit Bus und Bahn haben und auch die Bundesstraße hier verläuft“, sagt Michael Döbbel. „Außerdem sind wir das Tor in Richtung Münsterland.“

Dennoch bleiben einige Geschäftsräume leer. „Man muss vernünftige Pachtverträge machen und die Energiekosten für das Kleingewerbe senken. Das bricht den Geschäften sonst immer wieder das Genick.“ An der Seiler Straße habe es gut funktioniert, günstige Räumlichkeiten anzubieten.

Müsste Döbbel dem Stadtbezirk eine Schulnote geben, wäre es eine drei bis vier. Insgesamt sieht er Eving aber auf dem richtigen Weg. „Wenn Anregungen an uns herangetragen werden, versuchen wir mit der Politik zu vermitteln und das klappt auch sehr gut.“

Die Politik macht der Gewerbeverein ohnehin nicht verantwortlich. „Für die sie ist es schwierig, einzugreifen und etwas für das Gewerbe zu tun“, sagt Döbbel. „Manchmal dauert es allerdings etwas lange, bis etwas passiert. Da könnte es vielleicht schneller gehen.“ An der Brache der ehemaligen Zeche Minister Stein hätte es letztendlich doch auch eine positive Entwicklung gegeben.

Döbbel und Hibbeln glauben, dass Eving derzeit ein Anzugspunkt für sozial schwächer gestellte Menschen sei. „Wir haben das Problem, dass die Kaufkraft dadurch sinkt. Das geht auch anderen Stadtbezirken nicht anders, die an schwächere Gegenden grenzen.“ Leute, die aufgestiegen seien, würden dafür eher von hier fortziehen.

Sehr gute Resonanz auchbeim Osterfeuer

Daher will der Gewerbeverein zeigen: Wir leben! Beim Oktoberfest hat das gut geklappt und auch schon beim Osterfeuer im Frühjahr. „Die Resonanz war immer sehr gut“ sagt Michael Döbbel. „Solche Sachen wünscht sich das Umfeld. Die Leute sind gierig danach.“ Hier sieht Döbbel die Stärken des Vereins und auch noch Potenzial nach oben.

In der Luft vor dem Supermarkt hängt unterdessen der süßliche Geruch von Sauerkraut. Ein kleines Mädchen drückt und zieht zugleich an den Eutern einer Modell-Kuh aus Kunststoff. Auf dem Platz vor dem Supermarkt läuft Bierzeltmusik. Einige haben sich in Trachten gekleidet.

„Schön, dass es wieder geklappt hat“, freut sich Bezirksbürgermeister Oliver Stens bei der offiziellen Eröffnung. Und auch die Oktoberfestbesucher teilen die Meinung des Gewerbevereins. „Es ist sehr gut und wichtig, dass solche Feste existieren“, sagt Monika Berning. Ihre Freundin war sogar schon bei der Premiere dabei und freut sich, dass es eine Neuauflage gibt. „Eine schöne Sache.“

Wettbewerbe für das schönste Dirndl, die stärksten Männer am „Hau den Lukas“ und Wettmelken – Der Gewerbeverein hat auch so Besucher erreicht und will auch weiterhin die Menschen in Eving halten.

Oliver Körting

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