Es geht um die Wurst
10.02.2012 | 16:46 Uhr 2012-02-10T16:46:00+0100
Im Nordosten.Wenn’s um die Wurst geht, gehen die Meinungen auseinander. Die Stadtverwaltung will feste Grillplätze in den einzelnen Stadtgebieten ausweisen - und das Grillen andernorts verbieten. Doch der Beschlussvorschlag kommt weder im Bezirk Brackel noch in Scharnhorst an.
Gegen die Grillplatzvorgabe hagelt es Protest aus allen Richtungen. Auch die Bezirksvertreter in Scharnhorst stimmten in ihrer jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit dagegen.
„Die Ausweisung öffentlicher Grillplätze ist grundsätzlich ja in Ordnung“, sagte Heike Gottwald (SPD), „aber nur in Verbindung mit einer vernünftigen Vorlage“. Die jetzige Vorlage der Verwaltung, die u. a. vorsieht, den Stadtteilpark in Scharnhorst mit einer Grillfläche auszuweisen, lasse jedoch vier wichtige Probleme außer Acht. Problem 1: Fehlende öffentliche Toiletten. Problem 2: Fehlende Brandschutzmaßnahmen. Problem 3: der Müll. Problem 4: der Grilltourismus.
Zu keinem dieser Punkte seien in der Vorlage ausreichend Informationen vorhanden, resümierte der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Wolfgang Matzanke: „Wir erwarten von der Verwaltung ein schlüssiges und tragfähiges Konzept über die Ausgestaltung von Grillflächen in städtischen Parkanlagen. Mit der Aufstellung von Schildern ist es doch nicht getan.“
Einmal warm geredet, machten die Bezirksvertreter noch weitere, bisher gänzlich unerwähnte Probleme der Grillwiesen-Regelung aus: den zunehmenden Verkehr und die Rauchentwicklung.
Thomas Carl (FDP) fasste zusammen, die Vorlage gehe „absolut an der Lebenswirklichkeit vorbei“, SPD-Ratsfrau Ulrike Matzanke bezeichnete sie als „mehr als überarbeitungswürdig.“ Die CDU sprach zwar das Problem fehlender Toiletten an, stimmte letzlich aber für die Vorlage. Als einzige Partei.
Ortswechsel. Die Bezirksvertretung Brackel lehnte den Beschlussvorschlag einstimmig ab. Für die SPD begründete Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka das Nein: „In der Vergangenheit wurde in unserem Stadtbezirk an vielen verschiedenen Stellen gegrillt, ohne dass dies zum Problem geworden wäre. Ich kann mich in 18 Jahren meiner Tätigkeit in der Bezirksvertretung nicht an einen kritischen Fall erinnern.“ Bürger, die keinen Garten haben, sollten weiterhin ohne Einschränkung den öffentlichen Raum nutzen können. Czierpka: „Wenn das Grillen auf öffentlichen Flächen in anderen Bezirken problematisch ist, sollten für diese Stellen entsprechende Verordnungen erlassen werden. Es macht wenig Sinn, wegen punktueller Probleme etwa im Bereich der Innenstadt die Gesamtstadt mit einem grundsätzlichen Grill-Verbot zu belegen. In den Außenbezirken ticken die Uhren etwas anders als in der Innenstadt.“ Und SPD-Bezirksvertreter Hartmut Monecke meinte zur Vorlage: „Das ist Tennif.“ Und: „Wir freuen uns, wenn Bürger zusammenkommen, um gemeinsam ein paar nette Stunden zu verleben.“Das Vor-Ort-Parlament in Brackel meint: Wer irgendwo im Park grillt, sollte anschließend seinen Müll mitnehmen.Und alles ist gut.
Das letzte Wort hat der Rat der Stadt am 29. März.
10:53
Wer irgendwo im Park grillt, sollte anschließend seinen Müll mitnehmen.Und alles ist gut!
Ja, so ist es aber nun mal nicht.Braucht man sich nur mal den Fredenbaum- und den
Westpark ansehen.
Die glühenden Kohlen werfen einfach mal so auf die Wiese geschüttet.Der Müll bleibt
liegen.
Kulturen beanspruchen die Parks ganz für sich alleine und halten sich an keinerlei
Regeln.
Wozu auch?Ihr Handeln wird ja tolleriert und die restliche Bevölkerung hat die Klappe
zu halten.
So ist das leider nicht nur bei diesem Thema, wir haben hier schon lange nichts mehr
zu melden.
Die Politik schreitet halt in den Ghettos einfach nicht mehr ein und fertig ist die
Laube.
Die "anderen Kulturen"haben eben noch Familien- und Freundesstrukturen, im Gegensatz zu Teutschen Blockwart-Misanthropen.