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Ei-Förderverein sieht kein „Lanstroper U“ am Horizont

10.08.2012 | 16:54 Uhr
Ei-Förderverein sieht kein „Lanstroper U“ am Horizont

Im Nordosten.   Das Lanstroper Ei soll - wie berichtet - saniert werden. Dagegen haben sich einige Gegener ausgesprochen. Nun weist Fördervereins-Vorsitzender Bodo Champignon die CDU-Bedenken zurück, wonach die Sanierung des Lanstroper Wasserturms so ihre Tücken habe.

Der ehemalige Wasserturm in Grevel werde ein schickes „Lanstroper Ei“ und kein „Lanstroper U“. Bodo Champignon, Vorsitzender des Fördervereins, weist die Bedenken der CDU zurück, wonach die Sanierung des Wahrzeichens im Nordosten ein Fass ohne Boden werden könnte.

CDU-Ratskandidatin Dr. Eva-Maria Schauenberg lasse es an Kreativität vermissen, wenn sie die Sanierung des Denkmals gegen Toilettensanierung in Schulen ausspiele. Champignon: „Zum Einen ist es hanebüchen, die geplante Sanierung eines Industriedenkmals mit dem Dortmunder U zu vergleichen. Wir reden hier, wenn überhaupt, von einem Eigenanteil der Stadt von 120 000 Euro. Zum Anderen könnte man auch sagen, dass es künftig keine Vereinsförderung, keine Sportförderung, keine Straßenreinigung und und und ... mehr geben soll, sondern die Gelder für die Sanierung von Schultoiletten verwendet werden.“ Drittens übersehe die CDU, dass der Wasserturm denkmalgeschütztes Eigentum der Stadt sei - Eigentum verpflichte.

Sponsorenzusagen wackelig

Dr. Schauenberg hatte in einer Stellungnahme zu bedenken gegeben, dass sich das Finanzkorsett auf einen hohen Anteil von privaten Sponsorengeldern stütze. Sie fragt deshalb: Was ist, wenn ein Hauptsponsor plötzlich absagt? Müsste die Stadt dann einspringen?

Der Vorsitzende des Fördervereins „Lanstroper Ei“ hält diese düstere Prognose für Wahlkampfgetöse: „Der Wasserturm ist Bestandteil der Route Industriekultur und gehört damit zum Emscher Landschaftspark. Die CDU sollte sich freuen, dass sich ein Förderverein ehrenamtlich um die Sanierung kümmert und Sponsoren gefunden hat, die Arbeitsleistungen von 1,5 Millionen Euro einbringen. Die CDU sollte sich in den Förderverein einbringen und die Bemühungen positiv begleiten“, rät Champignon.

Der Förderverein sei im Übrigen „keine Vereinigung von SPD- Parteifreunden, sondern ein eingetragener unparteiischer Förderverein mit Mitgliedern aus allen demokratischen Parteien und damit auch Mitgliedern mit einem CDU-Parteibuch. Vor noch gar nicht so langer Zeit schmückte der Wasserturm übrigens den Kopfbogen der CDU“.

CDU möge fürs Ei sammeln

An den Ratskandidaten Uwe Waßmann aus dem Nordosten richtet Champignon die Bitten: „Starten Sie doch einmal eine Umfrage, was mit dem Wasserturm geschehen soll! Oder rufen Sie zu einer Spendenaktion innerhalb Ihrer Partei auf. Dann kann der Eigenanteil der Stadt sicherlich gesenkt oder ganz eingespart werden.“

Von Alexander Ebert

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