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Dogewo kauft und saniert das Evinger „Ekelhaus“

15.01.2013 | 17:37 Uhr
Dogewo kauft und saniert das Evinger „Ekelhaus“
Schlimme Zustände herrschten lange im (weißen) Haus in der Evinger Straße 279, was die Dogewo zum Kauf veranlasste.Foto: Jochen Linz/PiLi

Eving.   Kakerlaken, Ratten, Müll, Uringestank: Die Dortmunder Wohnungsgesellschaft Dogewo kauft wegen Gefahr im Verzug das „Ekelhaus“ in der Evinger Straße — um Schaden abzuwenden, hieß es in einer ersten Begründung. Weitere Aktionen für Eving und die Nordstadt sollen folgen.

Manche Ratte muss sich in Eving eine neue Heimat suchen: Die Dortmunder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (Dogewo21) hat das sogenannte „Ekelhaus“ in der Evinger Straße 279 gekauft. Um Schaden abzuwenden, hieß es in einer ersten Begründung.

Ein Bild ist Dogewo-Geschäftsführer Klaus Graniki, der sich in der Vergangenheit selbst ein Bild von den mitunter katastrophalen Zuständen in dem Haus gemacht hatte, besonders in Erinnerung geblieben. „Als jemand eine Küchenschublade öffnete, kamen etliche Kakerlaken daraus hervor.“ Somit stand für ihn fest: Hier ist Gefahr im Verzug, Leib und Leben sind bedroht, hier muss gehandelt werden.

Also kaufte die Dogewo dem Eigentümer, einer GbR („Den Namen darf ich aus rechtlichen Gründen nicht nennen“, so Graniki), die Immobilie ab. Die GbR hatte an der Evinger Straße einzelne Zimmer (durchschnittlich 18 Quadratmeter) für jeweils 200 Euro warm vermietet. Was vor allem Leute aus Bulgarien und Rumänien anlockte, bis zu 200 lebten in teils chaotischen Verhältnissen in dem überbelegten, teils vermüllten und vergammelnden Haus. In letzter Zeit hatte sich die Lage etwas beruhigt.

Mieter waren über Nacht ausgezogen

Als die Dogewo den dort noch lebenden Menschen den Eigentümerwechsel mitteilen wollte, „waren die Mieter alle weg. Vermutlich haben die über Nacht Wind von der Sache bekommen und das Weite gesucht“, glaubt Graniki.

Die Dogewo will nun in Ruhe, mit entsprechenden Konzepten und Geld das Haus modernisieren und als klassische Wohnimmobilie weiter am Markt positionieren. „Das rechnet sich für uns.“ Laut Graniki sei die Außenfassade soweit in Ordnung. Im Inneren des ehemaligen Ekelhauses müsse man natürlich Hand anlegen. Das würden nun Profis übernehmen, nachdem eine Entmüllungsfirma zum ersten Großreinemachen angetreten war.

Dies stehe auch in einem größeren Zusammenhang mit der Nordstadt. In einer Woche will die Dogewo vorstellen, was in dieser Hinsicht noch aufzuarbeiten ist. „Das Haus in der Evinger Straße 279 ist Teil eines Pakets. Wir müssen mal gucken, was in Sachen Hausbestand noch gemacht werden muss und wie wir das entwickeln können. Näheres geben wir bald bekannt“, so Graniki.

Wert umliegender Immobilien wird aufgewertet

Der Dogewo-Geschäftsführer betont, dass man ein einzelnes Haus ja auch im Zuge nachbarschaftlicher Aspekte sehen müsse, da der Wert umliegender Immobilien natürlich darunter leidet bzw. aufgewertet wird. Und in der Vergangenheit hatten sich Nachbarn immer wieder massiv über die Zustände in der Evinger Straße 279 beschwert, auch das Ordnungsamt war mehrfach vor Ort.

„Zunächst einmal wollen wir die Lage an diesem Standort beruhigen und für eine soziale Ausgewogenheit sorgen“, erläutert Graniki die Beweggründe des Hauskaufs, wobei der Eigentümerwechsel noch nicht im Grundbuch vermerkt worden sei. Das Handeln sei aber nötig gewesen. Klaus Graniki: „Die Verkehrssicherheit konnte hier nicht mehr gewährleistet werden.“

Steffen Gerber

Kommentare
17.01.2013
12:01
Dogewo kauft und saniert das Evinger „Ekelhaus“
von Schlaubaer | #7

"DOGEWO - 1a wohnen in Dortmund!" So hiess doch mal der Werbespruch - oder? Nun also: Kakerlaken, Ratten, Müll, Uringestank - da fragt man sich schon,...
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3 Antworten
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Dogewo kauft und saniert das Evinger „Ekelhaus“
Dogewo kauft und saniert das Evinger „Ekelhaus“
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2013-01-15 17:37
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