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Illegaler Bauschutt

Die Spur führt in die Nordstadt

25.10.2012 | 07:00 Uhr
Die Spur führt in die Nordstadt
Illegale Entsorgung von Müll in Holthausen am Platz an der "kaputten Brücke", Holthauser StraßeFoto: privat

Dortmund.   Noch Unbekannte kippten in der Nacht zu Dienstag (23.) die Reste ihrer Badrenovierung in die Böschung am Holthauser Bach. Mittlerweile ist Strafanzeige gestellt, eine Spur führt in die Nordstadt – an einem Karton klebte noch der Lieferschein.

Klar, ein gemischter Bauschuttcontainer ist teuer. Macht aber Sinn. Das sehen leider nicht alle Menschen so, wie jetzt Ulrike Kalthoff-Lübeck vom Heimatverein Holthausen erbost feststellen musste: In der Nacht von Montag (22.) auf Dienstag (23.) haben bisher noch Unbekannte den Müll ihrer Badrenovierung in die Feldböschung an der Holthauser Straße gekippt, direkt an den Holthauser Bach. Nicht ohne Folgen: Strafanzeige ist gestellt, die Kriminalpolizei ermittelt.

Von Speißkübel und Duschköpfen bis zur Pizzaschachtel

Vermüllung im Raum Holthausen sind Ulrike Kalthoff-Lübeck und ihre Mitstreiter vom Heimatverein gewohnt. „Einmal im Jahr räumen wir den Dreck weg, den andere Leute hier wegkippen“, berichtet sie. Daher kann sie aus Erfahrung sprechen, wenn sie die jetzt vorgefundene Menge auf „eine ganze Sprinterladung“ schätzt. Ein Speißkübel, sieben bis neun Baueimer, Gipskartonstücke, Rohrisolierungen, Schellen, alte Duschköpfe und andere Badezimmerrelikte. Belege für eine umfassende Renovierung und die macht auch Hunger, wie halbleere Pizzakartons belegen. Alles Dinge, die nichts in der Natur zu suchen haben. Der Akt verstößt „gegen das Kreislaufwirtschaftsgesetzt“, weswegen auch ein Strafantrag vorliegt. Mit Anhaltspunkten. Denn mittendrin im Abfallhaufen fand Alfred Lübeck einen Lieferschein eines Baumarktes an eine Adresse in der Dortmunder Nordstadt. Von „Tatverdächtigem“ will die Polizei noch nicht sprechen, aber zumindest „von einer Spur, die auf den eventuellen Verursacher schließen lässt“, formuliert es Polizeisprecher Peter Schulz.

Der Kippzeitpunkt ließ sich schnell nachvollziehen: Der Bauer fuhr noch am Montagabend mit seinem Traktor an seinem Feld vorbei, da sei noch nichts zu sehen gewesen, erzählt die Heimatvereinsvorsitzende. „Am folgenden frühen Morgen allerdings habe er die Bescherung gesehen und sofort Ulrike Kalthoff-Lübeck angerufen. Die verständigte die Polizei. Mit zwei Beamten der Wache Eving und ihrem Mann fuhr sie zum Tatort. Beim Durchsichten des Mülls entdeckte Alfred Lübeck den Lieferschein, der an einem Karton klebte. Name und Adresse sind nun bei der Polizei.

Antje Mosebach


Kommentare
26.10.2012
22:06
Die Spur führt in die Nordstadt
von towonda | #2

Hoffendlich findet man den NUNKI (Nacht und Nebel Kipper) . Es ist schon ziemlich ärgerlich, daß trotz Sperrmüllabholung, Container bereitstellen oder Abgeben bei den EDG-Betriebshöfen, was ich immer ohne Probleme nutze noch Leute gibt, die ihren Müll einfach so entsorgen.
Ich habe schon gesehen, wie bei uns in Dortmund ein Autofahrer aus Unna am Papiercontainer angehalten hat und einfach Zementsäcke aus denen noch jefe Menge Zement raus fiel in den Papiercontainer stopfte. Leider war ich zu verblüfft um mir das kennzeichen zu merken.
Ein paar Wochen später fuhr an dem Papiercontainer ein Lieferwagen vor, mit dem Firmenausdruck einer nahegelegen Pizzeria Mama Mia. Solange ich mein Altpapier entsorgt hatte ist niemand ausgestiegen, dies fand ich merkwürdig.
Eine Stunde später bin ich nachsehen gegangen, dann waren die Papiercontainer voll und ein´kleiner Rest. den man nicht in die Container gestopft hatte , eine Gemüsekiste stand dann vor dem Container.

26.10.2012
09:12
Die Spur führt in die Nordstadt
von DrThor2 | #1

Wen wunderte es wirklich? Solche Dreckfinken gehören ordentlich bestraft und die Beseitigungskosten sind von ihnen zu tragen. Im Rahmen der Bestrafung wäre es sehr begrüssenswert, wenn solche Nunkis (Nacht- und Nebelkipper) mal 1 Woche lang an der frischen Luft mit Müllzange und Müllsack in der Natur die HInterlassenschaften der anderen Müllsäue beseitigen würden.

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