Die Natur hat viel Platz in Eving
26.06.2012 | 16:25 Uhr 2012-06-26T16:25:00+0200
Eving. In Eving rumort es: Unkraut und Wildwuchs verschandeln das Stadtbild. Das zumindest ist der Tenor eines Schreibens, in dem die Sozialdemokraten Hendrik Berndsen und Peter Wieseler die unzureichende Grünpflege kritisieren.
Der ehemalige Ratsvertreter (Berndsen) und der ehemalige Bezirksvertreter (Wieseler) werfen der Stadt und dem Landesbetrieb Straßen.NRW Ignoranz und Untätigkeit vor. Viele Stellen in Eving befänden sich in einem „sehr ungepflegten Zustand“, was den Unmut der Evinger Bevölkerung hervorrufe. In Ermangelung einer Bezirksvertretung erheben nun die beiden SPD-Politiker die Stimme für diese „empörten Bürger“.
Ihre Mängelliste ist lang: Bei den öffentlichen Grünflächen an der Kemminghauser Straße und der Osterfeldstraße sei das teilweise meterhohe Gras nur am Straßenrand geschnitten worden. Die Restfläche sei noch im ursprünglichen Zustand. Darüber hinaus seien Bäume vor der Kleingartenanlage „Waldblick“ an der Kemminghauser Straße zwar vor einiger Zeit gefällt, jedoch bis heute nicht ersetzt worden. Zudem seien leere Baumscheiben an der Derner Straße seit Jahren nicht mit Bäumen bepflanzt worden und mittlerweile völlig zugewuchert. Daher der Vorwurf der Untätigkeit.
Dazu komme dann laut Berndsen und Wieseler noch die „Ignoranz“ der Zuständigen. Diese wollen die Vorwürfe nicht gelten lassen: Im Gespräch mit der Stadtteilzeitung zeigte Hans-Jürgen Busche, Leiter der Autobahnmeisterei Duisburg-Dortmund bei Straßen.NRW, zwar Verständnis für die Beschwerden der Bürger, betonte aber: „Wir kommen unseren Sorgfaltspflichten nach.“ Man arbeite eine Prioritätenliste ab und sei in erster Linie für die Verkehrssicherung zuständig. „Schönst-Optimierung“ und „Kosmetik“ sei nicht das Hauptanliegen von Straßen.NRW. Eine Landesstraße sei keine „Flaniermeile“
Die Stadt Dortmund verweist mit Blick auf die kritischen Töne aus Eving auf eine vor drei Jahren durchgeführte Neuausrichtung der Servicevereinbarung über die Grünpflege und geänderten Rahmenbedingungen (Flächenausweitung, personelle Ressourcen). Stadtsprecher Thomas Kampmann betonte, oberstes Ziel sei es, „den Pflegestandard zu halten“, wobei der Fokus auf den Ortszentren und Einfallstraßen liege. Dafür werde der Natur im ländlichen Bereich mehr Raum gegeben. „Diese Maßnahme kann auch als Teilbetrag der Haushaltskonsolidierung gesehen werden“, sagte Kampmann.
Im Klartext: Die Stadt muss sparen. Auch konnten aufgrund der angespannten Haushaltssituation bislang nicht alle gefällten Bäume nachgepflanzt werden.
17:47
Für Straßen.nrw scheint eving nicht zu existieren. Besonders ärgerlich ist, dass Verkehrsschilder erst im grünen aufgestellt werden und dann nicht mehr sichtbar sind.
Das gilt bspw. Für die LKW-Verbotsschilder auf der ellingehauser Str.