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Die Kommende startet mit Rösler neue Dialogform

14.11.2012 | 12:00 Uhr
Die Kommende startet mit Rösler neue Dialogform
Bundeswirtschaftsminister und FDP-Parteivorsitzender Philipp Rösler war in der Kommende Dortmund in Brackel zu Gast.Foto: Veranstalter

Brackel.   80 Gäste waren eingeladen, 60 Interessierte kamen: Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler kam am Montagabend zu einem wirtschaftspolitischen Hintergrundgespräch nach Brackel in die Kommende. Es soll der Auftakt einer neuen Reihe sein.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler zu Gast in Brackel bei einer geschlossenen Veranstaltung: In der Kommende trafen sich verschiedene Vertreter aus Dortmund und dem Kreis Unna, um mit dem Bundesvorsitzenden der FDP über die Ethik der sozialen Marktwirtschaft zu sprechen. „Wir waren lange hinter ihm her, nun konnte er endlich unserer Einladung folgen“, sagte Kommende-Sprecher Werner Meyer. Der Austausch war nur für einen internen Kreis bestimmt, was sich laut Meyer ausgezahlt habe: „Rösler konnte und wollte frei reden, er kam für mich unheimlich locker rüber.“

Der Minister gab erst ein 20-minütiges Impulsreferat, ehe sich laut Meyer eine „lebhafte Diskussion in stressfreier Atmosphäre“ entwickelte. Dabei war der Imbiss Nebensache, die inhaltliche Auseinandersetzung stand im Vordergrund. Rösler führte etwa aus, dass die Kommende Dortmund „wichtige Denkanstöße zu den Fragen leiste, die unsere Gesellschaft beschäftigen“. Der hier geführte Dialog zwischen Politik, Wirtschaft, Kirche und Sozialverbänden stelle den Menschen und seine freie Entfaltung in den Mittelpunkt.

Freiheit innerhalb der Regeln

„Wir haben ihn als Bundeswirtschaftsminister eingeladen, wobei natürlich klar ist, dass er als FDP-Parteichef auch parteipolitisch argumentiert“, so Meyer. So sagte Rösler etwa, dass die Freiheit des Einzelnen Wettbewerb, Verantwortungsbewusstsein und Vertrauen in die Einhaltung der Regeln erfordere - insbesondere auch auf europäischer Ebene. Damit verbunden sei zugleich die Sorge des Einzelnen um das Gemeinwohl, jedoch ohne staatliche Bevormundung. „Gerade in Krisenzeiten gilt es, diese Grundprinzipien der sozialen Marktwirtschaft stets aufs Neue zu unterstreichen und zu stärken.“

Nach 90 Minuten konnte Meyer ein positives Fazit ziehen: „Die anschließende Diskussion verdeutlichte die Notwendigkeit einer solchen Dialogplattform, wie sie die Kommende mit diesem Angebot bietet.“ Diese soll fortgeführt werden. Auch wenn das „noch nicht spruchreif“ ist, so will das Sozialinstitut die Themenfelder Wirtschaft, Politik und Ethik möglichst einmal im Jahr auf einer Veranstaltung thematisieren.

Für Röslers Auftritt zahlte die Kommende übrigens keinen Cent Honorar oder Spesen.

gerb



Kommentare
14.11.2012
15:24
Die Kommende startet mit Rösler neue Dialogform .....
von MaxSeidel | #1

... im ganz kleinen Kreis. Das ist auch besser so, denn Rössler hat den breiten Schichten des deutschen Volkes eh nichts mehr zu sagen. Die Mehrheit ahnt es: Da kommen nur noch Plattitüden liberaler Grundsatzfragen und dummes Geschwätz um von den immer grösser werdenden Problemen - irgendwie - abzulenken.

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