Darum kreiste ein Hubschrauber über Wickede

Einen dramatisch erhöhten CO-Wert im Blut hatte eine junge Dortmunderin am Donnerstagnachmittag - mit einem Hubschrauber musste sie nach Aachen in eine Druckkammer geflogen werden. Schuld war eine defekte Gastherme in ihrer Wohnung.

Wickede.. Zunächst sei es ein Rettungseinsatz gewesen, "ein interner Notfall, eventuell Unwohlsein", sagte Feuerwehr-Pressesprecher Andr Lüddecke auf Anfrage. Doch als das stets mitgeführte CO-Warngerät des Notarztes anschlug, alarmierten die Rettungskräfte auch die Feuerwehr.

Ein Löschzug und der Umweltdienst rückten in der Wickeder Straße an und stellten die Ursache des erhöhten CO-Wertes in der Wohnung fest: eine defekte Gastherme. Nach Abgehen der anderen Wohnungen, mit Schutzanzügen und Atemmasken, sei Entwarnung gegeben worden: der Rest des Mehrfamilienhauses ist nicht betroffen.

Inneres Ersticken

Die 22-jährige Verletzte drohte jedoch, innerlich zu ersticken: "CO bindet sich im Körper an den Sauerstoffträger und blockiert, dass der Körper weiteren Sauerstoff aufnimmt", so Lüddecke. Die Betroffenen atmeten normal weiter, doch könnte der Sauerstoff nicht verarbeitet werden.

"Erste Anzeichen sind eine erhöhte Atemfrequenz", so Lüddecke. "Und dann wird man irgendwann ohnmächtig." Festgestellt werden kann der Sauerstoffgehalt über eine Blutgasanalyse, die der Umweltdienst der Feuerwehr durchführt. Danach würde entschieden, ob eine weitere Behandlung nötig sei.

Der 24-jähriger Partner der Verletzten hatte ebenfalls einen alarmierend hohen CO-Gehalt im Blut und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Insgesamt waren mit Löschzug und Rettungsdienst 21 Einsatzkräfte vor Ort.