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Bürgerversammlung zur Forensik

28.12.2012 | 17:54 Uhr
Bürgerversammlung zur Forensik
Die Fläche Im Erlensundern ist Bergsenkungsgebiet. Kann dort überhaupt eine Klinik gebaut werden?Foto: Bodo Kürbs

Lanstrop/Niederaden. Jetzt also doch: Im Januar soll eine Bürgerversammlung stattfinden, die den möglichen Forensik-Standort „Im Erlensundern“ in Niederaden nahe Lanstrop zum Thema hat. Dazu ist auch die zuständige NRW-Gesundheitsministerin eingeladen. Offenbar ist Barbara Steffens nun bereit, nach Dortmund zu kommen.

Scharnhorsts Bezirksbürgermeister Rüdiger Schmidt verschickte am Freitag (28. Dezember) die förmliche Einladung nach Düsseldorf. Steffens Büro habe im Vorgespräch signalisiert, so Schmidt, dass die Ministerin nach Dortmund kommen werde, um an der Bürgersammlung teilzunehmen. Voraussetzung sei, dass es sich um eine überparteiliche Veranstaltung handle. Das sei zugesagt, so Schmidt.

„Ein Termin steht noch nicht fest. Wir warten jetzt auf Vorschläge aus Düsseldorf.“ Weil mit starker Beteiligung zu rechnen sei, habe man „den größten Raum im Stadtbezirk“ gebucht: die Gesamtschule Scharnhorst. Dort sei Platz für rund 500 Besucher. Eingeladen seien nicht nur Dortmunder, sondern auch alle interessierten Lüner, betonte Schmidt mit Blick auf die SPD-Veranstaltung kürzlich in Niederaden, wo Auswärtige zunächst ausgeladen waren (wir berichteten).

Distanz zur Initiative

Schmidt sagte, an der Veranstaltung sollte nach Möglichkeit auch OB Ullrich Sierau teilnehmen. Darüber hinaus seien die Spitzen der Rathausfraktionen sowie die Politik vor Ort (Stadtbezirk Scharnhorst) eingeladen.

Blick in die Nachbarstadt: In Lünen geht SPD-Fraktionsvorsitzender Rolf Möller auf Distanz zu Matthias Hüppe, der für den Verband Wohneigentum aus Lanstrop gegen den Forensik-Standort kämpft. In einer seiner E-Mails hatte Hüppe behauptet, Möller habe kürzlich während der SPD-Veranstaltung in Niederaden gesagt: „Ich glaube, an dem Tag wäre ich krank“. Das Zitat sei gefallen im Zusammenhang mit einer möglichen Abstimmung des Lüner Rates über den Standort der Forensik. Möller bestreitet, diese Worte gesagt zu haben. Der Lüner SPD-Fraktionsvorsitzende kehrte den Spieß um: „Hüppe hat sich schon mehrfach polemisch geäußert.“

Möller geht auch ein wenig auf Distanz zur Bürgerinitiative „Lünen ohne Forensik“. Nachdem sie einen neuen Kurs eingeschlagen habe, habe der Kontakt zu ihr nachgelassen. Die neue Richtung passe nicht mehr zum Namen, der eine Forensik in Lünen grundsätzlich ausschließe, betonte Rolf Möller. Er habe Stimmen von Bürgern gehört, die jetzt nicht mehr möchten, dass ihre Unterschriften im Gesundheitsministerium übergeben würden, weil es eine andere Geschäftsgrundlage gebe.

Wie berichtet, hatte die Bürgerinitiative Anfang Dezember erklärt, dass es fast unmöglich sei, eine Forensik in Lünen zu verhindern. Deshalb hatte sich die überwiegende Mehrheit in einer internen E-Mail-Umfrage indirekt bereiterklärt, die Randlage „Im Erlensundern“ als Alternative zur City-nahen Fläche Victoria I/II zu akzeptieren.

Von Alexander Ebertund Gerd Kestermann



Kommentare
28.12.2012
20:04
Bürgerversammlung zur Forensik
von Inspektor | #1

Wo die Ministerin auftaucht wächst kein Gras mehr. Schlechtes Zeichen für die dortigen Forensikgegner!

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