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Benefizwoche für Blindenfußballer

03.08.2010 | 17:18 Uhr
Benefizwoche für Blindenfußballer
Die Blindenfußball des ISC Viktoria Kirchderne sind erfolgreich. Foto: Katrin Figge

Kirchderne.Erfolg und Not liegen mitunter dicht zusammen. Zum Beispiel bei den Blindenfußballern des ISC Viktoria. Die Kirchderner Kicker gewannen die Dt. Meisterschaft im Torball und nun zum Weltpokal nach Italien eingeladen. Das kostet.

Erfolg und Not liegen mitunter dicht zusammen. Zum Beispiel bei den Blindenfußballern des ISC Viktoria. Die Kirchderner Kicker gewannen im März die Deutsche Meisterschaft im Torball und sind damit zum Wettstreit um den Weltpokal nach Italien eingeladen. Doch die Reise nach Teramo (Abruzzen) kostet. Über eine „Woche der Solidarität“ sollen die 5 000 Euro zusammenkommen.

Hasan Caglicalp wusste nicht so recht, ob er lachen oder weinen sollte. Der Vorsitzende des ISC Viktoria Kirchderne ist natürlich stolz auf den sportlichen Erfolg. Andererseits sprengen die Reisekosten für sieben Personen (fünf Spieler, zwei Begleitpersonen) Ende Oktober nach Italien das Budget der Vereinskasse.

„Woche der Solidarität“

In seiner Not wandte sich Hasan Caglicalp an Bodo Champignon. Der Vize-Vorsitzende der Kirchderner AWo sagte Hilfe zu und ruft eine „Woche der Solidarität“ aus. Vom 13. bis 31. August soll möglichst viel Geld für die Reise der sehbehinderten Fußballer zusammenkommen.

Das Echo sei schon jetzt überwältigend, so Champignon, der inzwischen auch OB Ullrich Sierau als Schirmherren gewinnen konnte. Darüber hinaus stellen Gewerbetreibende für einen Tag ihre Betriebe für die gute Sache zur Verfügung. Beispielsweise will Friseurmeisterin Inge Isele (Im Karrenberg 89) ihre Tageseinnahmen vom 13. August für die Blinden spenden. Und Zweiradhändler Karl-Heinz Frischmuth (Derner Straße 484) wird am 14. August in seinem Betrieb Sicherheitsüberprüfungen an den Velos gegen eine Spende für den ISC vornehmen. Weitere Aktionen innerhalb dieser Woche sind erwünscht. Die Liste der Unterstützer umfasst inzwischen zwei DIN-A-4-Seiten mit 33 Namen.

Höhepunkt am 21. August

Schluss- und Höhepunkt der Solidaritätswoche wird der 21. August sein. An diesem Samstag wird es einen bunten Nachmittag von 15 bis 18 Uhr rund um den Kirchderner AWo-Treff geben. Dazu gehören auch gespendeter Kuchen sowie Bratwürste und anderes Grillgut. Doch es soll nicht nur gegessen werden: Spielangebote für Kinder und ein Elfmeterschießen mit Augenabdeckung (wie im Blindensport) laden zur Bewegung ein. Außerdem kann den Blindensportlern in der Turnhalle der Kirchderner Grundschule beim Training der Hallensportart „Torball“ zugeschaut werden. Um 19 Uhr ist Einlass zur Benefizgala im Heisenberg-Gymnasium. Künstler vom „Geierabend“, Bruno Knust, Tirzah Haase, eine Travestieshow und Los Fidelios wurden von der AWo angefragt und haben zum Teil schon zugesagt. Der Abend wird natürlich Eintritt kosten; die Höhe hängt noch von dem Programm ab.

Hasan Caglicalp ist optimistisch, dass das Geld zusammenkommt. Da die Anmeldefrist Ende Juli ablief, habe er den ISC Viktoria „vorsichtshalber angemeldet“. Aus heutiger Sicht werden zehn Mannschaften um den Weltcup in Italien wettstreiten. Aus welchen Erdteilen die kommen, sei noch unklar. „Oft hängt es eben am Geld. Es sind ja auch arme Länder, etwa aus Afrika, darunter.“

Alexander Ebert

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