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AWo stellt „Montags-Häppchen“ ein

13.11.2012 | 08:00 Uhr
AWo stellt „Montags-Häppchen“ ein
Bei der AWO in Asseln gibt es ab sofort keine Montags-Häppchen mehr, der freitägliche Mittagstisch (im Bild) geht aber weiter.Foto: Klaus Pollkläsener

Asseln.   Mit Bedauern und Verwunderung stellt die AWo Asseln nach kurzer Zeit ihre „Montags-Häppchen“ ein. Das Mittags-Angebot erfreute zwar Asselns Senioren, aber keine 1-Euro-Jobber. Zwei Frauen begannen mit der Arbeitsbeschäftigungsmaßnahme - ohne Erfolg.

Mit Bedauern und Verwunderung stellt die AWo Asseln nach kurzer Zeit ihre „Montags-Häppchen“ ein. Alle zwei Wochen hatten Senioren im Marie-Juchacz-Haus für 2,50 Euro als Ergänzung zum freitäglichen Mittagstisch eine Mahlzeit erhalten, die von 1-Euro-Jobbern unter Anleitung zubereitet und organisiert wurde.

„Man sollte meinen, dass es genügend Mitarbeiterinnen gibt, die sich im Rahmen einer Arbeitsbeschäftigungsmaßnahme (AGH) finden lassen, soziale Dienstleistungen vor Ort durchzuführen“, so Asselns AWo-Vorsitzender Norbert Roggenbach. „Dem war aber nicht so. Zwei Frauen erwiesen sich als nicht zuverlässig, zuletzt stand die bereitgestellte Ernährungsberaterin alleine da, da sich keine anderen AGH-Kräfte fanden, die diese Aufgabe übernehmen wollten oder konnten.“

In Zusammenarbeit mit der Dortmunder Beschäftigungs-, Qualifizierungs- und Ausbildungsgesellschaft, genannt Dobeq (eine Tochter der AWo Dortmund), startete das Projekt am 27. August. Susanne Gutknecht lernte zwei Mittdreißigerinnen in Sachen Hauswirtschaft an: Ziel der Maßnahme war es, diese Frauen (wieder) fit für den ersten Arbeitsmarkt zu machen. „Hauswirtschaftlerinnen werden gesucht, daher sollten die Frauen hier in Asseln Grundsätzliches erlernen“, so Ernährungsberaterin Gutknecht. Darunter fielen nicht nur saisonales Kochen, sondern auch Organisation, Einkauf, Werbung, Putzen.

Verlust für Asseln

Das Angebot wurde bis zum 5. November von den Senioren „gut angenommen“, wie Asselns AWo mitteilte. Ein gutes Dutzend fand sich jeweils ein, zumal im Anschluss Spielmöglichkeiten im Marie-Juchacz-Haus angeboten wurden. „Ich hätte das Arbeitsprogramm gerne weitergeführt und sehe es als großen Verlust für die AWo an“, sagt Gutknecht, „zumal das ja auch für andere Begegnungsstätten und Einrichtungen an anderen Standorten interessant ist.“

Nun hofft die AWo in Asseln, dass sich im neuen Jahr eventuell doch noch Helfer finden, die regelmäßig und auf Dauer dieses Versorgungs- und Gemeinschafts-Angebot ermöglichen. Wie etwa beim Projekt „Tischlein deck dich“ wären dann aber wieder vermehrt Ehrenamtliche am Zug, wobei sich laut Roggenbach bei der „guten Fortbildungsmaßnahme Montags-Häppchen“ eine Kombination angeboten hätte: „Da hätte man sich kontinuierlich ergänzen können, aber die Ehrenamtlichen konnten sich auf die AGH-Kräfte nicht verlassen.“

Da es generell in Asselns AWo an einigen Stellen an Ehrenamtlichen fehlt (Roggenbach: „Wir haben viele Ideen und könnten noch mehr anbieten, haben aber keine Leute“), gibt es nun vorerst auch keine „Montags-Häppchen“ mehr. Roggenbach hofft aber: „Wir würden es wieder aufnehmen, wenn es personell zu stemmen ist.“

Steffen Gerber



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