Anwohner sorgen sich um die Wohnqualität

Kritisch sieht die neue Bürgerinitiative "Brackeler Dreieck" die Baupläne des Investors Wolfgang Froese für das Gebiet zwischen Brackeler Hellweg sowie Nieß- und Reichshofstraße. Auf ihrer ersten Mitgliederversammlung besprach sie mögliche Szenarien. Wir beantworten die sieben wichtigsten Fragen.

Brackel.. Was hat der Bauträger Wolfgang Froese vor?

Nach ersten Angaben möchte er Wohnungen errichten. Baubeginn könnte in der zweiten Hälfte des Jahres 2016 sein. Die Zufahrt solle über den Brackeler Hellweg erfolgen.

Wie ist der Status des Gebietes?

Nach Informationen des Bauordnungs- und Planungsamtes sowie des Bauträgers liegt das freie Gelände in einem gültigen Bebauungsplan. Und dieser lässt sowohl Wohnungen als auch Gewerbeansiedlungen zu.

Was fürchten die Anwohner?

Dass sich Einzelhandel oder ein anderes Gewerbe ansiedeln könnte. Die Zufahrt könnte dann über die Reichshofstraße erfolgen, und das wäre nach Ansicht der Anwohner zwischen den beiden Häusern Reichshofstraße 21 und 25 viel zu eng.

Wie ist der Stand der Dinge?

Nach Angaben der Bürgerinitiative (BI) hat Wolfgang Froese noch keine Unterlagen bei der Stadt eingereicht. Auch habe er mit der BI noch keinen konkreten Ortstermin vereinbart.

Lehnt die BI jegliche Baupläne von vornherein ab?

Nein. "Wir sind keine Bauverhinderer, werden das Vorhaben aber kritisch begleiten", sagte BI-Sprecher Bernd Wangerin.

Was ist das Ziel der Bürgerinitiative mit ihren derzeit 48 Mitgliedern?

Der Erhalt und die Förderung der Wohnqualität im Quartier.

Worauf hoffen die Anwohner?

Dass aufgrund seltener Tiere das Areal der früheren Gärtnerei mit dem kleinen Tannenwald nicht bebaut wird. Dort sollen Füchse und Rehkitze sowie Fledermäuse und seltene Rabenarten gesichtet worden sein. Deren Erhalt werde nun geprüft, so die Bürgerinitiative.

Übersicht - Das Brackeler Dreieck: